RSV ohne Präsident / Schwardt für Lehmann / „Einfach mal die Klappe halten“

Applaus für Ohlmann

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Warme Worte und kleine Geschenke zum Abschied gab es vom zweiten Vorsitzenden Thorsten Nitz (r.) für den ausgeschiedenen RSV-Boss Henri Ohlmann und Ehefrau Sonja.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Und plötzlich steht Thorsten Nitz ganz vorne: Weil der Rotenburger SV auf der Jahreshauptversammlung keinen Nachfolger für den ausgeschiedenen Henri Ohlmann gefunden hat und das Amt des ersten Vorsitzenden damit verwaist ist, rückt der zweite Vorsitzende kommissarisch und eher unfreiwillig in die Chefrolle. Zusammen mit dem neugewählten Schatzmeister Henning Schwardt und Geschäftsführer Joschka Kleber bildet Nitz den geschäftsführenden Vorstand des Fußball-Oberligisten. Ohlmann war zuvor mit Standing Ovations verabschiedet worden.

Vor nicht einmal 40 Vereinsmitgliedern hatte der bisherige Präsident seinen letzten Bericht souverän und mit zahlreichen Dankesworten an seine Mitstreiter vorgetragen. Der 44-Jährige betonte: „Das Jahr war wirtschaftlich mehr als ordentlich. Den Erfolg hat Paul Metternich durch sein Engagement im Marketingbereich möglich gemacht. Inzwischen sind wir zu einem zuverlässigen Partner geworden und kommen unseren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nach.“ Dennoch steht der Fußball-Club bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ohne Boss da. „Es sei aber allen versichert, dass wir weiter bemüht sind, den Posten schnellstmöglichst zu besetzen“, erklärte Thorsten Nitz, der Ohlmann mit warmen Worten und einem Präsent verabschiedete.

Ohlmann hatte im Ausblick auch noch einmal „Image weiter aufbessern“ als Ziel formuliert und sich gewünscht, „dass nicht weiter von Insolvenz gefaselt wird“. Dass der RSV auf einem erfolgreichen Konsolidierungskurs liegt, bestätigte Schatzmeister Thomas Lehmann mit seinen Zahlen. Die langfristigen Verbindlichkeiten wurden von 191000 Euro im Vorjahr auf nunmehr 153000 Euro runtergefahren, der RSV steigerte die Einnahmen sogar um 34000 Euro und schloss das Jahr 2014 mit einem Gewinn von 9663 Euro ab. „Es gibt keine Leichen mehr im Keller“, betonte Lehmann, der sein Amt trotz erfolgreichen Sparkurses zur Verfügung stellte. Gründe nannte er nicht. Ein Nachfolger wurde jedoch gefunden: Henning Schwardt übernimmt. Der 37-Jährige wurde bei zwei Enthaltungen gewählt.

Die präsentierten Zahlen fanden übrigens auch die Zustimmung von Rolf Ludwig, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine und RSV-Mitglied. Hatte er noch kurz vor Sitzungsbeginn moniert, dass die Bilanz nicht rechtzeitig zur Einsicht vorgelegen hätte, stellte er später Richtung Lehmann fest: „Ich möchte mich bedanken, dass alles so klar und deutlich herausgekommen ist.“

Beiratsmitglied Frank Sperl war ebenfalls vom aktuellen Trend begeistert. „Wer die Bilanz von 2012 daneben legt, wird nicht glauben, was sich hier positiv entwickelt hat. Auch im Herbst 2013 gab es ja starke Liquiditätsprobleme. Da hat der Vorstand gute Arbeit geleistet“, sieht er den Verein in sicherem Fahrwasser und appellierte an die Heckenschützen: „Es bringt den Verein nicht weiter, ihn immer tot zu reden. Haltet einfach mal die Klappe.“

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