Nur Michel Misere überzeugt

19:30 – Rotenburg kassiert höchste Saisonschlappe

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An ihm lag es nicht: Youngster Michel Misere erzielte acht Tore – doch seine Mitspieler steuerten wesentlich weniger Treffer bei, sodass es eine 19:30-Schlappe in Edewecht gab.

Rotenburg - Da waren sie wohl im völlig falschen Modus! Eine Woche nach dem höchsten Saisonsieg haben die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg ihre höchste Saisonschlappe kassiert. Beim Tabellenzweiten VfL Edewecht gab es für den Aufsteiger nach einer ganz schwachen Leistung eine 19:30 (9:17)-Niederlage. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Irgendwie sind wir im Bus sitzen geblieben“, meinte Rotenburgs Trainer Nils Muche, der zwar Max Nowosadtko nach mehrmonatiger Auszeit wieder an Bord hatte, aber auf Patrick Zahn, Johann Knodel und den Dauerverletzten Daniel Jäger verzichten musste.

Das Hinspiel hatte der TuS Rotenburg ohne Backe noch deutlich mit 24:17 für sich entschieden. Jetzt lief nichts. „Wir haben von der ersten Minute an nicht als Team funktioniert. Wir haben komplett ohne Einstellung und Esprit gespielt, was bei meiner Mannschaft ungewöhnlich ist. Auch in dieser Höhe haben wir verdient verloren“, urteilte Muche.

Der junge Michel Misere, der mit acht Treffern als einziger Rotenburger Akteur zu überzeugen wusste, egalisierte die Führung der Gastgeber nach zwei Minuten – 1:1. Es sollte der einzige Rotenburger Ausgleich in den 60 Minuten bleiben. Nach 20 Minuten hätten die Rotenburger Spieler schon wieder die Heimreise aus dem Ammerland antreten können, denn zu diesem Zeitpunkt lag der VfL Edewecht bereits mit 13:4 vorne. In der Abwehr fehlte in der ersten Halbzeit völlig die Aggressivität, um diesem starken Gegner Paroli bieten zu können. Der Angriff hatte an diesem Tag seinen Namen auch nicht verdient. Mit dem Pausenpfiff erzielte Lukas Misere, der Top-Goalgetter der Liga, sein einziges Tor in diesem Spiel zum 9:17.

Keine Besserung nach dem Wechsel

Wer nun geglaubt hatte, nach dem Wechsel würde der TuS Rotenburg sein wahres Gesicht zeigen, wurde arg enttäuscht. Nach 33 Minuten hatten die Gastgeber erstmals zehn Tore Vorsprung (19:9). Sie kontrollierten das Spiel weiterhin, wie sie wollten. „Wir haben nie die notwendige Einstellung gefunden, um hier etwas zu holen. Das kenne ich gar nicht von meiner Mannschaft. Es war ein rabenschwarzer Tag“, musste Muche feststellen.

In den letzten 20 Minuten war der TuS Rotenburg nur noch darauf bedacht, nicht völlig abgeschossen zu werden. So schaffte es die Wümme-Sieben wenigstens, dass der Vorsprung des VfL Edewecht nicht noch weiter anwuchs. Über ein 13:26 gab es schließlich mit 19:30 die höchste Saisonniederlage.

Eine ähnlich hohe Schlappe hatte der Neuling nur am vierten Spieltag beim TV Neerstedt (21:31) hinnehmen müssen. Und eben dieser TV Neerstedt, direkt hinter dem TuS Rotenburg auf Rang sechs, ist Sonnabend (18.30 Uhr) der nächste Gegner in der Pestalozzihalle. 

jho

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