Odyssee beginnt auf der Autobahn

Avides Hurricanes stecken im Stau und verlieren mit 46:63

Platz vier muss für die Play-offs in der 2. Basketball-Bundesliga erreicht werden. Doch das ist für die Avides Hurricanes und Coach Mahir Solo nach der 46:63-Niederlage beim TuS Lichterfelde Berlin nicht mehr möglich. - Foto: Freese
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Platz vier muss für die Play-offs in der 2. Basketball-Bundesliga erreicht werden. Doch das ist für die Avides Hurricanes und Coach Mahir Solo nach der 46:63-Niederlage beim TuS Lichterfelde Berlin nicht mehr möglich.

Scheessel - Von Scheeßel nach Berlin sind es 360 Kilometer. In dreieinhalb Stunden ist die Strecke mit dem Auto zu schaffen. Nicht aber, wenn ein Stau dazwischen kommt. Diese Erfahrung mussten die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes machen.

Fast drei Stunden ging es auf der Autobahn nicht weiter, ehe die ersten fünf Spielerinnen ankamen. Der Rest saß noch im anderen Auto fest. Zum Aufwärmen war keine Zeit mehr, es ging bereits kurz nach der Ankunft beim TuS Lichterfelde Berlin los. Dass die lange Fahrt noch in den Knochen steckte, war sofort zu spüren. Die Hurricanes hatten nicht den Hauch einer Chance und verloren hoch mit 46:63 (25:33).

„Das Regelwerk sieht vor, dass bei fünf anwesenden Spielerinnen die Partie angefangen wird“, erklärte Coach Mahir Solo, der also Mirja Beckmann, Cassidy Clark, Shaniqua Nilles, Andrea Baden und Hannah Pakulat auf das Spielfeld schickte. 

Die Teamkolleginnen Pia Mankertz, Birte Riebesell, Lotta Stach und Nike Fortmann kämpften sich derweil noch im anderen Auto durch den Stau. „Die Voraussetzungen waren alles andere als gut. Ich hatte zunächst nicht mal eine Auswechselspielerin“, berichtete Solo.

Ordentliches Spiel im ersten Viertel

Trotz der Umstände lieferten die Hurricanes im ersten Viertel noch ein ordentliches Spiel ab und entschieden den Durchgang sogar für sich (20:16). Mitte des zweiten Viertels war dann auch der Rest der Mannschaft in der Halle nach knapp siebenstündiger Fahrt angekommen. 

Schnell Umziehen und ab aufs Parkett hieß es für Mankertz und Co. „Ist doch klar, dass die Mädels nicht sofort fokussiert beim Spiel sein können. So eine Fahrt steckt in den Knochen drin“, zeigte Solo Verständnis für den schwachen Auftritt.

Die Gäste bekamen besonders in der Offense nicht viel auf die Reihe. „Wir haben fast nichts getroffen“, musste auch der Trainer gestehen. So ging das zweite Viertel mit 17:5 an das Hauptstadt-Team.

Auch nach der Halbzeitpause war bei den Hurricanes keine wirkliche Leistungssteigerung zu erkennen. „Wir haben leider ganz schlecht als Mannschaft gespielt. Besonders in der Verteidigung waren wir einfach zu langsam“, fand Solo. Damit war es auch keine Wunder, dass die Berlinerinnen bereits nach dem dritten Durchgang mit 54:36 in Führung lagen.

Play-offs nicht mehr zu erreichen

„Damit war das Spiel durch“, so der Hurricanes-Coach. Doch nicht nur die Begegnung war damit entschieden. Auch der Zug Richtung Play-offs ist damit abgefahren. Bei noch drei verbleibenden Spielen haben die Hurricanes sechs Punkte Rückstand auf Berlin. 

Zudem hat das Solo-Team auch den direkten Vergleich nach der deutlichen 46:63-Niederlage verloren. „Die Play-offs waren nicht unser großes Ziel. Wir wollten mit den jungen Spielerinnen Erfahrungen sammeln. Das ist uns gelungen“, erklärte Solo, der sich immerhin über eine entspannte Rückfahrt von nur knapp dreieinhalb Stunden freuen durfte.

ml

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