Regionalliga-Aufstieg

Fußball-Oberligisten um den Heeslinger SC setzen Verband eine Deadline

Carsten Schult (2.v.r.) im Gespräch mit Steffen Lahde (l.), Sören Titze (r.) und Sebastian Sautner.
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Oberliga oder Regionalliga? Carsten Schult (2.v.r.) im Gespräch mit Steffen Lahde (l.), Sören Titze (r.) und Sebastian Sautner.

Das Warten auf eine rechtliche Begründung geht weiter. Die aufstiegswilligen Fußball-Oberligisten haben dem NFV jetzt ein Ultimatum gestellt.

Heeslingen – Auf das Schweigen der Verbände haben vier aufstiegswillige Oberliga-Vereine aus Niedersachsen – der Heeslinger SC, VfL Oldenburg, 1. FC Germania Egestorf/Langreder und SV Ramlingen/Ehlershausen – wie berichtet mit einem Brief an Günter Distelrath reagiert. Der Brinkumer SV aus der Bremenliga und Schleswig-Holstein-Vertreter SV Todesfelde haben sich angeschlossen.

Sie fordern eine rechtliche Begründung, warum es keine Regionalliga-Aufsteiger geben soll und setzen dem Präsidenten des Niedersächsischen und Norddeutschen Fußball-Verbandes eine Deadline. Bis Dienstag erwarten sie Antworten auf ihren Fragenkatalog. Das geht aus der E-Mail hervor, die der Rotenburger Kreiszeitung vorliegt. Unterstützung erfährt das Sextett von Thorsten Tunkel, Sprecher der Oberliga Niedersachsen. Der Göttinger übermittelte das Schreiben und erklärte: „Die Vereine behalten sich rechtliche Schritte gegen die Entscheidung, keine Aufsteiger in die Regionalliga zuzulassen, vor.“

Warum wird den betroffenen Vereinen mit entsprechend gestelltem Lizenzantrag kein offizieller Bescheid unter Benennung der Rechtsgrundlage und entsprechendem Rechtsbehelf zugestellt?

Aus dem Schreiben an den NFV

Vor drei Wochen hatte sich das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbandes gegen Aufsteiger in die Regionalliga entschieden. Die rechtliche Begründung vermissen die Betroffenen seither. Vergangene Woche hatte Heeslingens Teammanager Carsten Schult erklärt: „Wir wollen eingebunden werden und fair und respektvoll behandelt werden.“ Er vermutet, dass der Verband auf Zeit spielen wolle. Es seien viele Fragen offen, um zu verstehen, warum die Entscheidung für die Vereine negativ ausgefallen sei, macht auch Tunkel deutlich.

Im Fragenkatalog wollen die Vereine wissen, auf welche Paragrafen sich der Verband bei der Entscheidung beziehe. Laut Satzung obliege diese dem Verbandsvorstand, die für die Ebene zuständigen Organe könnten nur Entscheidungen hinsichtlich der Absteiger und Anzahl der Staffeln treffen. „Wann hat der Verbandsvorstand diesbezüglich getagt und welche Entscheidung wurde hier getroffen?“, fragen sie. „Warum wird den betroffenen Vereinen mit entsprechend gestelltem Lizenzantrag kein offizieller Bescheid unter Benennung der Rechtsgrundlage und entsprechendem Rechtsbehelf zugestellt?“ Auch interessiert sie, in welcher Art der niedersächsische Verband seine Vereine hinsichtlich der Aufstiegsregelung beim norddeutschen Verband vertreten habe.

Vereine prüfen eine Sammelklage gegen den NFV

Zudem verweisen die Vereine auf die Spielordnung des norddeutschen Verbandes. Dort ist geregelt, dass der Landesverband über den Regionalliga-Aufstieg beim Saisonabbruch aufgrund der Pandemie entscheidet. Wird bis zum Ablauf einer Ausschlussfrist kein Aufsteiger gemeldet, verfällt das Aufstiegsrecht. „Sofern kein Aufstiegsrecht eingefordert wurde: Auf welcher rechtlichen Basis ist das geschehen und warum wurden die Vereine nicht eingebunden bzw. warum wurde ihnen (...) diese Entscheidung vorenthalten?“, fragen die Clubs. Und sie wollen wissen: „Welche Auswirkungen hat der Rückzug von Wolfsburg II im Hinblick auf den Aufstieg der Oberligisten?“

Mit Spannung erwarten die Vereine die Antwort. Gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung stellte Ralf Dismer, Präsident des 1. FC Germania Egestorf/Langreder klar: „Wenn unsere Fragen nicht zufriedenstellend beantwortet werden, dann wird es eine Sammelklage geben.“

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