Erste Tendenzen zeichnen sich ab

Nach dem Ende der Hinrunde beginnen die Oberliga-Rechenspielchen

Die Mannschaften des Rotenburger SV (r.) und des Heeslinger SC laufen auf dem Rasen ein.
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Ihre Wege werden sich nach der Qualifikationsrunde wohl trennen: Der Rotenburger SV (r.) und der Heeslinger SC beim jüngsten Derby.

Was wäre, wenn die Oberliga bereits jetzt nach der gespielten Hinserie in die Auf- und Abstiegsrunde aufgeteilt werden würde? Wir haben mal nachgerechnet.

Rotenburg – Ja, es ist spekulativ – aber dennoch spannend anzuschauen: Würden die beiden Oberliga-Staffeln bereits jetzt, nach der gerade abgeschlossenen Hinrunde, in die Auf- und Abstiegsrunde aufgeteilt werden, hätte zumindest der Rotenburger SV im Kampf um den Klassenerhalt gute Startbedingungen, während der Heeslinger SC im Aufstiegsrennen einige Punkte hinterherhinken würde.

Zur Erklärung: Nach der Qualifikationsrunde mit Hin- und natürlich auch Rückspielen, die am Wochenende beginnen, gehen die ersten fünf Teams beider Staffeln in die Meisterschaftsrunde, die letzten fünf in die Abstiegsrunde. „Mannschaften (...), die in der Qualifikationsrunde bereits gegeneinander gespielt haben, spielen nach der Neueinteilung nicht mehr gegeneinander. Für diese Spiele werden die Ergebnisse aus den Qualifikationsspielen gewertet“, heißt es in der Ausschreibung. Und genau das wirbelt manche Tabellenstände doch ein wenig durcheinander. Birgt aber aktuell auch noch einige Unklarheiten.

Fiktive Tabelle - Oberliga Aufstiegsrunde (nach Hinserie)

VereinSpieleTorverhältnisPunkte
1. Egestorf-L.413:410
2. Kickers Emden411:510
3. TuS BW Lohne46:47
4. Lupo M. Wolfsburg47:36
5. Wolfenbüttel46:96
6. Heeslinger SC44:45
7. FT Braunschweig44:74
8. VfL Oldenburg46:104
9. SC Spelle-Venhaus43:71
10. SV Ramlingen-E.42:91

Nach der Hinrunde wäre vor allem der aktuelle Tabellensechste der Oberliga Weser-Ems/Lüneburg, der TuS Bersenbrück, arg gerupft. Er holte von seinen bisher elf Punkten gleich sieben gegen die Teams aus den Top Fünf, kann dadurch aber nur vier Zähler in die Abstiegsrunde mit einbringen. Würde Bersenbrück in der Rückrunde aber doch noch in die obere Hälfte des Tableaus springen, wären sämtliche Berechnungen neu anzustellen.

Der Rotenburger SV ist derzeit die drittbeste Mannschaft im Konzert der Kleinen, also der Abstiegsrunden-teams. „Wir sind in Schlagdistanz und bei weitem nicht abgeschlagen – genau das, was wir uns als realistisches Ziel gesetzt haben, nämlich, dass wir es in der Rückrunde immer noch in der eigenen Hand haben. Wir sind also voll im Soll“, sagt Coach Tim Ebersbach. Von seinen bisher sieben Punkten könnte der RSV sechs einbringen, da er vor allem gegen die Teams von unten punktete und gegen sie kein Spiel verlor – 1:1 gegen den FC Hagen/Uthlede, 3:3 gegen Eintracht Celle, 2:0 beim TB Uphusen und 1:1 gegen Bersenbrück. Insofern hat die jüngste 0:2-Niederlage beim Heeslinger SC auch keine Auswirkungen für die Wümmestädter, die von ihren neun Spielen nur drei im Ahestadion und sechs auf fremden Plätzen absolviert haben. Vielleicht noch ein Pluspunkt für die Rückrunde.

Fiktive Tabelle - Oberliga Abstiegsrunde (nach Hinserie)

VereinSpieleTorverhältnisPunkte
1. SV Arminia47:77
2. MTV Gifhorn46:67
3. Rotenburger SV47:56
4. TB Uphusen45:96
5. Eintracht Celle413:105
6. SVG Göttingen47:55
7. FC Hagen/Uthlede45:55
8. Eintr. Northeim44:45
9. TuS Bersenbrück46:74
10. BW Tündern49:113

Und die Rivalen aus dem Nordkreis? Für die Heeslinger sähe es in der Meisterschaftsrunde nicht ganz optimal aus – nur Platz sechs, da es nur einen 2:1-Sieg gegen den SC Spelle-Venhaus, aber dafür eine 1:2-Niederlage bei Kickers Emden sowie zwei Remis gegen Blau-Weiß Lohne und den VfL Oldenburg gab. Für die Elf von Trainer Lars Uder geht es in der Rückrunde also darum, diesen Rückstand aufzuholen, schließlich hätten Kickers Emden und Germania Egestorf/Langreder momentan fünf Punkte mehr angesammelt.

Aus der Abstiegsrunde steigen am Saisonende übrigens mindestens die letzten sechs Teams, also alle ab Platz fünf ab. Durch vermehrte Absteiger aus der Regionalliga (aus ihr steigen fünf Teams in die zuständigen Landesverbände ab), kann sich diese Zahl der Absteiger aber noch erhöhen, falls dadurch die Staffelstärke der Oberliga von 20 Mannschaften übertroffen würde. „Sieben Absteiger wären definitiv zu viel. Wenn du als 13. noch absteigst, wäre das keine faire Saison“, kritisiert Ebersbach und findet es „vom Verband extrem unglücklich gemacht.“

Die endgültige Einteilung der Auf- und Abstiegsrunde erfolgt übrigens nach dem Ende der Rückrunde am 5. Dezember. Bis dahin scheint Spannung garantiert zu sein.

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