RSV-Verteidiger legt wegen muskulärer Probleme eine Fußballpause ein

Oberliga ohne Wulff

Seinen bisher letzten Auftritt in der Ersten des Rotenburger SV hatte Mathis Wulff im September 2019. Es war auch sein einziger in der Landesliga-Saison.
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Seinen bisher letzten Auftritt in der Ersten des Rotenburger SV hatte Mathis Wulff im September 2019. Es war auch sein einziger in der Landesliga-Saison.

Rotenburg – Keine Kompromisse, kein anderer Verein, aber auch keine Aushilfseinsätze mehr: „Jetzt ist erst mal Sense. Es wird alles auskuriert“, sagt Mathis Wulff. Der Rotenburger SV wird ohne seinen langjährigen Rechtsverteidiger in die Fußball-Oberliga starten müssen. Immer wieder hatte der 31-Jährige in der Vergangenheit mit Verletzungen zu kämpfen – jetzt zieht er die Bremse und gönnt sich und seinem Körper eine längere Auszeit vom Fußball.

„Total traurig“, findet es der Hemslinger, dass er nach dem Aufstieg nicht mehr aktiv am RSV-Comeback in der Oberliga teilhaben kann: „Da hätte ich gerne noch mitgemischt. Die Oberliga wäre sogar eher meine Liga als die Landesliga. Nicht, weil ich so gut bin, sondern weil es die robustere Liga ist. Da passe ich vom Körper besser rein, als gegen die ganzen Jungen und Flinken zu spielen.“

Doch die Vernunft setzte sich durch. „Ich kann momentan gar nicht spielen, weil ich immer wieder muskuläre Probleme habe – Oberschenkel, Adduktoren. Ich bin einfach nicht schmerzfrei“, hadert Wulff. Als Auslöser sieht er seinen Mittelfußbruch vor 20 Monaten im Spiel gegen die SV Ahlerstedt/Ottendorf. „Seitdem habe ich immer wieder Probleme mit der Muskulatur. Wahrscheinlich durch eine Schonhaltung und Muskelrückbildung“, vermutet er selbst.

Nur ein einziges Mal lief er seither für den RSV in der Landesliga auf – es war ausgerechnet im Hinspiel der abgebrochenen Saison, im September gegen Ahlerstedt/Ottendorf (2:2). Danach folgten nur noch vereinzelte Einsätze in der Zweiten. ��Das war vergangene Saison auch zeitlich mit begründet“, erklärt der beruflich als Bauleiter tätige Defensivspezialist. „Und dann kamen immer die kleinen Wehwechen dazwischen, sodass ich keine Trainingskonstanz hatte und den Anschluss in der Ersten verloren habe. Die anderen waren mir einen Schritt voraus.“

Also zog er nun die Konsequenzen, nachdem er nach seinem dreijährigen Intermezzo beim TV Jahn Schneverdingen seit 2015 wieder zum RSV-Kader gehört hatte. Coach Tim Ebersbach plant ihn denn auch notgedrungen gar nicht erst ein. „Ich habe mir vorgenommen, erst schmerzfrei zu werden und den vorderen Rucksack nicht zu groß werden zu lassen. Ich stehe also erst wieder zur Verfügung, wenn bei mir alles funktioniert. Ich muss gucken, wie sich das entwickelt“, betont Wulff.

Ein Wechsel zu seinem Heimatverein TuS Hemslingen/Söhlingen (2. Kreisklasse) war deshalb auch kein ernsthaftes Thema für ihn. „Klar hat‘s Gespräche gegeben – aber die gibt es immer im Halb-Jahres-Turnus“, meint Mathis Wulff nur schmunzelnd.

Von Matthias Freese

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