Oberhausens Dreier „killen“ die Hurricanes / Saarlouis oder Donau-Ries

Nur Young bei gruseligem 59:74 mit solidem Auftritt

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Janae Young war eindeutig beste Hurricanes-Akteurin beim 59:74 in Oberhausen.

Scheeßel - Oha! Mit solch einer Leistung sind die Avides Hurricanes in den Play-offs chancenlos. „Und so werden wir auch gegen den SV Halle nichts reißen“, dachte Coach Christian Greve nach der 59:74 (28:37)-Niederlage beim Tabellenvorletzten NB Oberhausen bereits an das letzte Punktspiel der Basketball-Bundesliga kommenden Samstag. Dann geht es in Scheeßel gegen Halle um Platz fünf, den sich vorerst der direkte Rivale aus Sachsen-Anhalt geschnappt hat.

Die Ausgangslage ist seit Samstag klar: Gewinnen die Hurricanes die Partie gegen Halle, klettern sie wieder hoch und gehen als Fünfter in die Play-offs, wo die THW Angels der BG Donau-Ries warten. Verlieren sie gegen Halle, bleiben sie Sechster und treffen auf den Tabellendritten TV Saarlouis.

Die Niederlage in Oberhausen spielte letztlich keine große Rolle. Und fast schien es so, als wäre das auch im Unterbewusstsein der Hurricanes drin gewesen. Spielte der Aufsteiger etwa mit angezogener Handbremse? „Dieses Bild würde ich nicht benutzen. Das würde ja bedeuten, dass wir nicht wollten“, wehrte Greve ab. Allerdings sprach auch er von einem „gruseligen Spiel, das wir wieder wettmachen müssen“.

Einzig die Amerikanerin Janae Young lieferte aus der nur achtköpfigen Crew einen soliden Auftritt ab und kam auf 17 Punkte und sieben Rebounds. Centerin Kierra Mallard kam derweil auf für sie enttäuschende sechs Rebounds und eine nur 21-prozentige Wurfquote aus dem Spiel heraus. „Sie hatte einfach einen schlechten Tag, ihre Korbleger sind immer wieder rausgerollt“, meinte ihr Coach.

Oberhausen, als Fast-Absteiger mit dem Rücken zur Wand, aber vielleicht gerade deshalb unheimlich locker aufspielend, gelang vor allem bei den Dreiern eine ganz starke Quote von 50 Prozent. Die überragende Cortisha Hill traf vier Mal aus der Distanz, auch Christina Krick drei Mal. „Gerade zu Anfang haben wir auch eine Menge offener Dreier zugelassen“, kritisierte Greve, dessen Team übrigens nur zwei bei 24 Versuchen traf. Zudem bemerkte er: „Wir waren nicht intensiv und stabil genug. Außerdem hatten wir über weite Strecken Abstimmungsfehler, die aus Aktionismus heraus entstanden sind. Wir haben Sachen gemacht, die so nicht vereinbart waren. Und in der Offense waren es viel zu viele Einzelaktionen.“

Frühzeitig übernahm Oberhausen so die Initiative und gab die 23:13-Führung nach dem ersten Viertel nicht mehr ab. Nur kurz, bei Mallards Freiwürfen zum 28:31, schienen sich die Gäste zu berappeln (18.) – es war aber ein Trugschluss. Beeindruckend auch: Oberhausen spielte über weite Strecken mit vier Deutschen, am Ende sogar mit fünf – und auch die beherrschten die Hurricanes an diesem Tag.

maf

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