Hurricanes enttäuschen gegen Opladen

Nur Lotta Stach ist beim Re-Start wach ‒ 61:71

Der Wille war zwar da, aber trotzdem lief für Andrea Baden (rechts) und ihre Hurricanes gegen Opladen (hier vorne mit Luca Marré) nicht viel zusammen.
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Der Wille war zwar da, aber trotzdem lief für Andrea Baden (rechts) und ihre Hurricanes gegen Opladen (hier vorne mit Luca Marré) nicht viel zusammen.

Scheeßel – Was für ein enttäuschender Re-Start für die Avides Hurricanes! Ohne Zuschauer, ohne Hallensprecher, ohne Musik und über weite Strecken ohne die nötige Leidenschaft auf dem Feld – da war die 61:71 (28:40)-Heimniederlage in der 2. Basketball-Bundesliga gegen das BBZ Opladen die logische Folge. „Wir sind selbst ein bisschen ratlos“, gestand Starting-Five-Spielerin Andrea Baden. Ihr Team taumelt nach der vierten Niederlage im fünften Match weiterhin durch die Liga.

Sechseinhalb Wochen war das letzte Spiel her. „Wir haben gefühlt immer wieder einen Neustart und kommen in keinen Rhythmus“, meinte Baden. Als Ausrede für den schwachen Auftritt wollte sie das aber nicht gelten lassen. „Das Abschlusstraining lief ja auch ganz gut.“ Nur: Nichts davon war im Spiel zu sehen. „Was wir im Training gemacht haben, war nicht das, was wir hier performt haben. Diese Art und Weise ist nicht unserem Anspruch angemessen. Definitiv nicht!“, übte auch Coach Christian Greve Kritik.

Lotta Stach sorgte bei ihren Aktionen für die größte Gefahr. Wenn sie abschloss, landete der Ball auch oftmals im Netz.

Schon früh nahm er die erste Auszeit. Richtig emotional wurde es in der zweiten, als die metallenen Stuhlbeine lauter als gewöhnlich auf dem Hallenboden aufsetzten und der Trainer deutliche Worte vor allem in Richtung der US-Amerikanerin Maddie Simon richtete. Sie hatte kurz zuvor Opladens Leonie Schütter frei zum Dreier kommen lassen. Simon versuchte sich verbal zu rechtfertigen, doch Greve beendete die Diskussion mit den Worten „I don‘t care!“ Später bemerkte er: „Das musste mal raus. Wahrscheinlich bekommt man es sonst nicht so mit, wenn ich laut werde, weil ja immer Musik läuft.“ Doch die fehlte gänzlich. Auch im Spiel der Hurricanes, das fahrig und wenig intensiv wirkte. „Unsere Defense war nicht so präsent, wie sie sein muss. Wir haben die Helpside nicht gespielt, wie wir es müssen und waren da fast immer zu spät“, sah der Coach den Hauptgrund der Niederlage hinten.

Es lag an uns. Wir waren nicht aggressiv genug, haben nicht gut zusammengespielt, haben sehr viele Fehler in der Defense gemacht und waren in der Offense zu langsam.

Andrea Baden

Es war nicht unbedingt der von Grit Schneider trainierte Tabellendritte aus dem Norden Leverkusens, der zwar solide agierte, aber nicht auftrumpfte. „Es lag an uns. Wir waren nicht aggressiv genug, haben nicht gut zusammengespielt, haben sehr viele Fehler in der Defense gemacht und waren in der Offense zu langsam“, räumte Andrea Baden selbstkritisch ein und meinte: „Wir hätten viel mehr zum Korb ziehen sollen.“ Mit vielen Fehlpässen und oft zu überhastet abgeschlossenen Würfen machten es die Hurricanes dem Gast damit leicht. Hinzu kam, dass Opladens Flügelspielerin Leonie Schütter ihre Freiräume vor allem in der ersten Hälfte gut nutzte. Zwischen der 17. Minute, als es noch 26:26 stand, und der 22. Minute gelang denn auch nur Simon ein Korberfolg – Opladen zog auf 45:28 davon.

Zuschauer durften nicht rein, also blieb nur der Livestream im Internet.

Bei den Hurricanes feierte Pia Mankertz zwar ihr Comeback, doch war unschwer zu erkennen, dass sie nach zweimonatiger Auszeit erst seit drei Wochen wieder im Training steht. Lediglich von der Freiwurflinie traf die 30-Jährige – bei drei von sechs Versuchen. „Sie hat auch die Würfe nicht genommen, die sie sonst mit einer Selbstverständlichkeit nimmt. Ihr fehlt der Rhythmus, aber sie hat sich trotzdem körperlich reingeschmissen und versucht, die anderen mitzunehmen“, stellte Greve fest. So schnappte sich Mankertz während eine der kurzen Phasen, die sie auf der Bank saß, auch das Taktikboard, um der jungen Anna Suckstorff etwas zu erklären. Und selbst, als das Spiel im letzten Viertel längst verloren war, animierte Mankertz: „Wir müssen jetzt mal loslegen.“

Doch selbst Profi Maddie Simon wollte nicht viel gelingen. So war Lotta Stach der Lichtblick an einem schwarzen Sonntag. Die Jugendnationalspielerin war mit 15 Punkten nicht nur die beste Werferin ihres Teams, sondern auch von ihrer Quote her sehr effektiv: Allein drei Dreier traf sie bei sechs Versuchen. Auch Melda Tölles acht Punkte waren positiv zu erwähnen, doch unterm Strich blieb ein enttäuschender Auftritt der Hurricanes.

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