Nullnummer mit Niveau

Rotenburger SV ist dem Sieg näher als Spelle-Venhaus

Jeroen Gies hält den Ball mit seinem Ball. Patrick Siemer (l.) und die RSV-Spieler schauen ihm zu.
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Das Bein ausgefahren und pariert: RSV-Keeper Jeroen Gies klärt gegen Spelles Patrick Siemer (l.) eine der wenigen Chancen der Gäste. Am Ende hieß es im Ahe-Stadion 0:0.

Tim Ebersbach war am Ende der Partie mit der Leistung seiner Oberliga-Kicker zufrieden - haben sie doch gegen den Favoriten aus Spelle einen Punkt geholt.

Rotenburg – Laut zählte Hanjo Vocks an der Seitenlinie die Sekunden und monierte damit ein Zeitspiel: „... zehn, elf, zwölf“ – dann hatte er das Dutzend voll und der Ball die Hände von Jeroen Gies verlassen. Der Keeper des Rotenburger SV strapazierte die Nerven des Gästetrainers ganz schön, doch am Ende musste der favorisierte SC Spelle-Venhaus sogar froh sein, überhaupt einen Zähler mit in den Kreis Emsland zu nehmen. Die dickeren Chancen besaß in der Schlussphase jedenfalls der RSV, der sich den Punkt in der Nullnummer mit Niveau im dritten Saisonspiel der Fußball-Oberliga redlich verdient hatte.

„Das war eine richtig tolle Leistung. Das hat mir sehr gut gefallen“, konstatierte RSV-Coach Tim Ebersbach nach dem ersten Heimspiel vor 120 Zuschauern. Und er wusste: „Die ärgern sich jetzt richtig.“ Dem Aufstiegsanwärter aus Spelle war es über 90 Minuten nur selten gelungen, Tormöglichkeiten herauszuspielen und Sturmspitze Sascha Wald in Szene zu setzen. „Sie haben ihn kaum als Wand- und Zielspieler erreicht“, fand auch Ebersbach. Das wiederum hatte mit einer gut stehenden Abwehrformation zu tun. Allen voran Innenverteidiger Christoph Drewes köpfte wieder mal etliche hohe Bälle weg. Er sorgte aber auch für eine Schrecksekunde, als er in ein Loch trat und behandelt werden musste (75.).

RSV-Neuzugang Joel Schallschmidt agierte als Sturmspitze.

„Wir haben richtig gut hinten raus gespielt“, stellte Ebersbach anerkennend fest. Er spiegelte dabei bewusst das 4-1-4-1-System des Gegners. Seine Elf kam wie erhofft nach einer abwartenden Anfangsphase über die Laufbereitschaft ins Spiel. Im Gegensatz zur Mittwochpartie bei Kickers Emden (1:2) hatte der Coach auf den Positionen ein wenig rochiert. Neuzugang Joel Schallschmidt rückte dieses Mal aus dem zentralen Mittelfeld in die Sturmspitze. „Das ist mit seiner Größe und seiner Präsenz gut aufgegangen“, meinte Ebersbach. Die Flügel besetzten Marcel Marquardt und Noel Lohmann, während im Mittelfeldzentrum Kapitän Stefan Denker und Luca Althausen wieder ins Team zurückkehrten und neben dem klar und sicher spielenden Lucas Chwolka gut agierten.

Die beste Chance in Durchgang eins vergab dabei Lohmann, als er den Ball im Nachschuss – Spelles Torwart Bernd Düker hatte einen Marquardt-Schuss nicht festgehalten – an die Latte jagte (32.). „Den muss ich machen“, ärgerte sich der Linksfuß später. Auch in der zweiten Hälfte besaß er nach Zuspiel von Lucas Chwolka eine vielversprechende Chance (56.). Spelles Patrick Siemer kreierte die beste Möglichkeit für seine Mannschaft, aber Jeroen Gies war von ihm ebenso wenig zu überwinden (67.) wie von Michael Bünker (70.). Schallschmidt mit einem Lupfer (69.), Althausen mit einem satten Fernschuss, den Düker klasse parierte (90.+1), und Jan Friesen mit seiner Flanke, die Spelles Torhüter knapp vor Marcello Muniz entschärfte (90.+3), brachten das Tor der Emsländer gehörig in Bedrängnis. „Dass wir sie über 90 Minuten so neutralisiert haben und Nadelstiche setzen konnten, freut mich. Die Jungs machen den nächsten Schritt“, betonte Ebersbach.

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