Coach nimmt alle in die Pflicht

Rotenburgs Tim Kesselring appelliert an Teamgeist

Der Blick von Tim Kesselring spricht Bände. Der Rückraumspieler hat mit dem TuS Rotenburg erst ein einziges Pflichtspiel in fremder Halle gewonnen – Keeper Mathis Köhlmoos indes noch gar keins (links). Foto: Freese
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Der Blick von Tim Kesselring spricht Bände. Der Rückraumspieler hat mit dem TuS Rotenburg erst ein einziges Pflichtspiel in fremder Halle gewonnen – Keeper Mathis Köhlmoos indes noch gar keins (links).

Rotenburg - Die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg sind in der Pflicht. Im Kampf um den Klassenerhalt müssen Punkte her. Während die Konkurrenten immer mal wieder Siege einfahren, ist der Wümme-Club seit acht Spielen, seit November 2019, sieglos. Um den Anschluss ans rettende Ufer nicht zu verlieren, soll bei der SG VTB/Altjührden (Mittwoch, 20.30 Uhr) ein Sieg her – „das geht nur als Team“, stellt Tim Kesselring klar. Im Interview gibt der Spielmacher seine Einschätzung zur aktuellen Situation ab.

Herr Kesselring, woran scheitert ein Sieg des TuS Rotenburg im Moment?

Puh ... Gute Frage. Im letzten Spiel (bei der HSG Diepholz/Barnstorf (21:25), Anm. d. Red.) sind wir eigentlich ganz gut reingekommen, hatte ich das Gefühl. Aber durch die kleinsten Aktionen, die nicht gut laufen, lassen wir uns zu schnell verunsichern – da nehme ich mich nicht aus.

Warum?

Ich weiß nicht. Es ist vermutlich einfach in den Köpfen drin, dass wir schon länger nicht mehr auswärts gewonnen haben. Auch, wenn das natürlich nicht so sein sollte.

Was macht die Mannschaft dagegen?

Wir wissen, dass es nur als Team geht. Daher machen wir aktuell auch mehr zusammen – egal ob es ein Mannschaftsabend ist oder zum Beispiel das Catering bei der Abschiedsgala von Rolf Ludwig. Die Stimmung im Team ist wieder gut.

Am Teamgeist scheitert es also nicht. Stimmt denn die Einstellung der Mannschaft?

Ja, definitiv. Den Ernst der Lage hat mittlerweile jeder erkannt. Die Mannschaft will jedes Spiel gewinnen. Wir sind motiviert und im Training läuft es eigentlich auch total gut. Wir müssen es nur schaffen, 60 Minuten während des Spiels die richtige Einstellung aufs Feld zu bringen – nicht wie in Diepholz nur 20 Minuten.

Also holt das Team noch nicht das Optimum aus sich heraus?

Nein. Bei allen Spielern ist noch Luft nach oben – gerade bei uns jüngeren. Wenn's eng ist und nicht läuft, sind unsere Köpfe zu schnell unten. Dabei zählt mittlerweile jeder Punkt. Die anderen Mannschaften spielen ja nicht für uns, wenn man sich mal die Tabelle ansieht.

Nachdem Sie jetzt ja vorübergehend in der Pestalozzihalle mit Backe trainieren dürfen, fällt diese „Ausrede“ ja auch weg ...

Die Backe hat damit auch nichts zu tun. Es sind meist kleine Fehler, die uns im Spielaufbau unterlaufen. Die passieren nicht, wenn du in der Tabelle oben stehst. Die liegen nicht an der Backe.

Spielen Sie denn lieber mit oder ohne Backe?

Ach, das ist mir egal. Ich habe das Gefühl, dass ich mit Backe im Rückraum gefährlicher bin. Das Gefühl kann aber auch täuschen.

Vor dem Spiel

Jetzt zählt’s für die Handballer des TuS Rotenburg: Die Mannschaft von Coach Jörg Leyens muss heute im Nachholspiel bei der SG VTB/ Altjührden ran. Anpfiff der Oberliga-Partie ist um 20.30 Uhr. Um sich im Kampf um den Klassenerhalt im Rennen zu halten, muss ein Sieg her. Der Wümme-Club ist mittlerweile auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht.

„Wir müssen uns voll auf unsere Aufgaben konzentrieren. Jetzt ist jeder einzelne Spieler gefragt, unsere taktischen Vorgaben umzusetzen“, stellt Leyens klar. Ein simples Beispiel: „Die Außen müssen das Spiel breitmachen, um den Rückraumspielern nicht ihre Räume zu nehmen“, sagt er. Zuletzt gegen die HSG Barnstorf/Diepholz (21:25) habe das nur über Teile des Spiels geklappt. Das soll in Altjührden anders werden. Um den Matchplan in die Tat umzusetzen, kann Leyens personell aus den Vollen schöpfen. Übrigens: Das Abschlusstraining gestern Abend ging in der Großen Halle in Scheeßel über die Bühne. Schließlich muss der TuS Rotenburg das nächste Heimspiel gegen den HC Bremen (Samstag, 19.30 Uhr) im Beeke-Ort bestreiten.

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