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Nils Muche (TuS Rotenburg, Handball)

Nils Muche lebt Handball – das ist auch im Spiel zu erkennen.

Rotenburg – Nils Muche ist ein emotionaler Typ. Einer, aus dem es am Spielfeldrand eher mal herausbricht, als dass er seinen Ärger in sich hineinfressen würde. Als „Heide-Vulkan“ hat ihn wohl auch deshalb Teammanager Michael Polworth bezeichnet. Beim TuS Rotenburg wissen sie, was sie an dem 49-jährigen Hufschmied aus Schneverdingen haben und sind umso glücklicher, dass der Trainer kurz vor Weihnachten seinen Vertrag beim Handball-Oberligisten verlängert hat.

Seit dreieinhalb Jahren sitzt Muche inzwischen auf der Bank der Wümmestädter. Was heißt sitzt? Meist steht er – oder läuft auf und ab, wirft immer wieder seine Anweisungen aufs Feld und peitscht sein Team nach vorne. „Ich weiß, wie das Spiel funktioniert“, sagt der C-Lizenz-Inhaber. „Aber ich bin nicht die Taktik-Koryphäe, ich bin eher der Bauch- als der Kopftrainer. Ich bin ein ehrlicher Trainer, der gut motivieren kann, den Jungs aber auch mal die Meinung sagt“, umschreibt er sich selbst.

Beim TuS Rotenburg sind sie jedenfalls so überzeugt von Muche, dass sie dem markanten Coach vor einigen Monaten sogar ein eigenes Shirt gewidmet hatten – sein stilisiertes Konterfei war dort abgebildet, mit dem Zusatz „The Crazy One“ ... Muches Anteil an der Rotenburger Erfolgsstory ist schließlich nicht zu unterschätzen. Er führte das Team ohne kostspielige Einkäufe, sondern ausschließlich mit Eigengewächsen und Spielern aus der Region 2017 in die Oberliga und etablierte es dort. Im Premierenjahr stand am Ende Platz sieben – Abstiegsgefahr war zu keiner Zeit vorhanden. Und auch aktuell liegt die Mannschaft als Siebter im sicheren Mittelfeld. „Er lebt den Handball“, weiß Michael Polworth um das Engagement des früheren Oberliga-Kreisläufers. „Für uns ist die Verlängerung mit ihm super.“

Neben dem Ziel, auch künftig eine gute Rolle in der Oberliga zu spielen, hat sich Muche noch etwas anderes vorgenommen. Er will zur nächsten Saison den Umbruch schaffen, weitere jungere Kräfte integrieren und sie zu wichtigen Oberligaspielern entwickeln. Dabei ist er Realist genug, dass die 3. Liga für die Underdogs von der Wümme auf längere Sicht keine Option ist.  

maf

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