Rücktritt nach 1:2 gegen JFV Unterweser

JFV Rotenburgs U16-Coach Niestädt zieht die Reißleine

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Dazwischen gegrätscht: Rotenburgs Linus Baselt (l.) und Niklas Hennig (M.) versuchen, den Ball gegen Bennet Gregor zu behaupten. Hinten schaut sich Niklas Niestädt die Szene an. Es war sein letztes Spiel als Coach des JFV Rotenburg. Nach der Niederlage gab er seinen Rücktritt bekannt.

Rotenburg - Direkt nach dem Abpfiff hat Niklas Niestädt schon nicht mehr am Mannschaftskreis teilgenommen, sondern ist direkt in die Kabine gegangen. Zu groß war der Frust des Trainers nach der 1:2 (1:2)-Heimniederlage seiner U 16-Fußballer des JFV Rotenburg gegen den JFV Unterweser.

Nach kurzer Überlegung kam er zu dem Entschluss, seine Sachen endgültig zu packen und als Coach der Bezirksliga-Elf zurückzutreten. „Es liegen mir zu viele Dinge quer. Ich habe etwas anderes erwartet“, erklärt der gebürtige Hellweger. Wie es nun mit der Mannschaft weitergeht, steht noch nicht fest.

Vor knapp zwei Wochen hatte Niestädt schon das Gespräch mit der Mannschaft gesucht. „Ich hatte den Jungs gesagt, dass es so nicht weitergehen kann. Leider wurden meine Vorgaben nicht umgesetzt“, ärgert sich der 26-Jährige. Er geht aber nicht im Streit, Niestädt kann sich eine andere Aufgabe im Verein vorstellen. „Aber erstmal muss ich alles sacken lassen.“

Gegen den JFV Unterweser hatte sich der Wümme-Club so viel vorgenommen, wollte unbedingt die untere Tabellenhälfte verlassen, um im kommenden Jahr die Qualifikation für die Landesliga spielen zu können. „Wir haben aber gar keinen Fußball gespielt. Das kann ich nicht nachvollziehen“, so Niestädt.

Daher war es auch nicht verwunderlich, dass zunächst die Gäste jubeln durften. Bereits nach vier Minuten traf Lennart Breffka zum 1:0. Vorausgegangen war ein Fehler im Mittelfeld, sodass der Goalgetter per Konter den Ball einnetzte. Zwar kam Rotenburg durch eine schöne Einzelaktion von Hüsnü Cem Din zum 1:1 (18.), doch mehr war nicht drin. Kurz darauf war es wieder Breffka, der das 2:1 markierte (24.). „Das Spiel hätten wir nicht verlieren dürfen. Unterweser ist ein Team, das wir schlagen müssen“, meint Niestädt. 

Mit neun Punkten aus neun Spielen rutschte Rotenburg auf Platz sechs ab. „Ich hoffe, dass die Mannschaft nun aufwacht und ihr Potenzial zeigt. Ich weiß, dass sie mehr kann“, so der bisherige Trainer. Und er fügt wehmütig hinzu: „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, da mir das Team ans Herz gewachsen ist. Doch so konnte es einfach nicht länger weitergehen.“

ml

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