Comeback nach anderthalb Jahren Pause naht

Niestädt will zurück auf den Platz

Jannis Niestädt (l.) ist immer noch dicht an der Mannschaft des RSV – kehrt er bald auch in den Kader zurück? Foto: Freese
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Jannis Niestädt (l.) ist immer noch dicht an der Mannschaft des RSV – kehrt er bald auch in den Kader zurück?

Rotenburg - Viel enger konnte Jannis Niestädt gar nicht an die Mannschaft heranrücken. Im Testspiel beim FC Oberneuland nahm der langjährige Stammspieler des Rotenburger SV in der zweiten Halbzeit auf der Ersatzbank des Fußball-Landesligisten Platz. Allerdings nicht im Sportdress, sondern in Zivil: grauer Mantel, dunkle Jeans, schwarze Winterstiefel. Gut möglich, dass sich das Outfit aber bald ändert. Nach anderthalbjähriger Auszeit plant der 25-Jährige seine Rückkehr auf den Platz – und der RSV hat gute Karten.

„Ich will wieder einsteigen“, bestätigt Niestädt. Sein letzter Pflichtspieleinsatz datiert dabei vom 17. August 2018, dem zweiten Spieltag der vergangenen Saison. Der Innenverteidiger verabschiedete sich mit einem Tor beim 6:0-Erfolg gegen die SV Drochtersen/Assel II und als Tabellenführer in die USA. Dort absolvierte er in Kalifornien ein Auslandssemester, erlebte dabei auch die verheerenden Waldbrände hautnah mit und kehrte in der Winterpause zurück.

Allerdings nicht in den Kader des RSV. „Ich habe mir aus Amerika eine Knieverletzung mitgebracht“, erzählt Niestädt. Wie sich nach einigen Untersuchungen herausstellte, handelte es sich um eine schwere Knochenprellung, mit der er „lange zu kämpfen“ hatte.

Hinzu kam das aufwendige Studium im Bereich Sport- und Eventmanagement in Hamburg. „Das stand für mich im Fokus.“ Gerade erst hat er parallel das fünfte und sechste Semester hinter sich gebracht. „Ich saß gefühlt nur in der Uni und zu Hause. Jetzt muss ich aber nur noch meine Bachelorarbeit schreiben und habe wieder mehr Zeit“, betont der Altkreis-Fußballer des Jahres 2016.

Mehr Zeit – auch für den RSV? „Schauen wir mal“, hält sich Jannis Niestädt noch etwas bedeckt. Zwei-, dreimal hatte er bereits mittrainiert – „einfach zum Zocken“. Auch in Hamburg hätte er durchaus Möglichkeiten, „aber nichts Höheres. Und bisher habe ich mir da auch noch gar keine großen Gedanken gemacht.“ Dass er solange nicht mehr in einem Spiel auf dem Platz stand – für ihn kein allzu großes Problem. „Ich bin recht fit“, sagt Niestädt. Er hat aber auch durchaus mitbekommen, was sich in seiner Abwesenheit beim RSV getan hat. „Die Entwicklung ist schon krass. Stark, was Tim Ebersbach da gezaubert hat.“

Der Coach des RSV zeigt übrigens ebenfalls großes Interesse an einer Rückkehr seines einstigen kopfballstarken Leistungsträgers. „Sportlich und menschlich würde ich ihn gerne nehmen. Aber es liegt an ihm“, betont er und meint: „Bei uns könnte er sich in der Rückrunde langsam herantasten.“ Eine endgültige Einschätzung fällt aber auch dem Trainer schwer.

Allerdings wäre Niestädt ohne Frage mehr als nur ein guter Back-up für die Defensive. Mit seiner Statur repräsentiert er zudem einen Stürmertyp, den die Rotenburger so nicht in ihren Reihen haben.

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