Matchwinner findet zu alter Stärke

Niestädt lässt Zukunft offen

Reingehängt: Jannis Niestädt (Mitte) legt die Arme um Jelle Röben (r.) und den künftigen Herrenspieler Sebastian Czimmeck.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Rechtzeitig zum Saisonfinale hat Jannis Niestädt zu alter Stärke zurückgefunden. Der Innenverteidiger des Rotenburger SV war maßgeblich daran beteiligt, dass beim abstiegsgefährdeten Fußball-Landesligisten in den vergangenen beiden Spielen hinten die Null stand.

Mehr noch: Mit seinem Kopfballtor garantierte er zuletzt auch den 1:0-Sieg gegen Meister MTV Eintracht Celle. „Jannis Niestädt war stark“, bestätigte auch Coach Andre Schmitz. So stark wie in der Vorsaison, als er auch zum Fußballer des Jahres gekrönt wurde. In der Hinrunde lief es jedoch nicht so rund – wie bei den meisten Mitspielern.

Doch unter Andre Schmitz stabilisierte sich der 22-jährige Hellweger und ist in der Endphase der Saison wieder zur echten Stütze geworden. „Ich fühle mich jetzt auch noch fitter“, verrät der gelernte Informatikkaufmann und verrät, woran das liegt: „Ich habe meine Ernährung umgestellt und so noch mal fünf Kilo verloren. Ich bin auch viel auf Kraft und Ausdauer gegangen, bin regelmäßig im Fitnessstudio – das kommt mir jetzt zugute.“

Viererkette ist eingespielt

Und noch ein Aspekt ist wichtig: Die Viererkette ist inzwischen eingespielt. „Und so wie ich Kevin Klützke mal den Arsch rette, so rettet er ihn mir auch“, verweist Niestädt auf seinen Partner im Abwehrzentrum. Und zu seiner Rechten kann er sich auf Außenverteidiger Alpha Fadiga verlassen. „Er ist eine Maschine, er liebt den Zweikampf, auch wenn ich ihn öfter mal zurückhalten muss“, so Niestädt schmunzelnd.

Ob es zu dieser Konstellation allerdings auch in der nächsten Saison kommt, ist noch ungewiss, schließlich weiß der stellvertretende Kapitän des RSV selbst noch nicht, ob er bleibt. Momentan hilft er im Familienbetrieb mit, doch Vorstellungsgespräche laufen bereits. Auch ein Studium ist für Niestädt eine Alternative – nur wo, das ist noch völlig unklar. „Deshalb muss ich erst mal abwarten. Ich bin froh, dass mir Andre Schmitz da auch keinen Stress macht.“

Schönberg-Angebot löst sich in Luft auf

Eine Sache hat sich inzwischen allerdings zerschlagen. Vor einigen Wochen hatte Niestädt beim Regionalligisten FC Schönberg 95 mittrainiert – und war überzeugt. „Das war schon alles recht sicher, bis mich der Manager angerufen hat.“ Aus wirtschaftlichen Gründen zieht sich der Verein aus der vierten Liga zurück. 

„Kein Weltuntergang für mich“, meint Niestädt und sagt hinsichtlich seiner fußballerischen Zukunft: „Ich bin da recht entspannt.“ Zunächst liegt der Fokus ohnehin darauf, Sonnabend den Klassenerhalt bei Teutonia Uelzen klarzumachen – ein Punkt reicht. „Wir können das fast Unmögliche schaffen. So richtig hatte doch keiner mehr an uns geglaubt – außer uns selbst“, betont Jannis Niestädt.

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