RSV feiert überlebenswichtigen Sieg

Niestädt mit Köpfchen – 1:0 gegen Celle

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Dribbling vor einer vollbesetzten Tribüne mit mehr als 300 Zuschauern. RSV-Stürmer David Airich (l.) versucht, an Celles Verteidiger Malte Marquardt vorbeizukommen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Jannis Niestädt hat dem Rotenburger SV die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga zurückgebracht und die Wümme-Elf zumindest für 44 Stunden auf den Nichtabstiegsplatz geköpft.

Im Heimspiel gegen den bereits feststehenden Meister MTV Eintracht Celle erzielte der Innenverteidiger nach einer scharfen Ecke von Jelle Röben in der 82. Minute den 1:0 (0:0)-Siegtreffer.

„Ich hoffe, dass uns andere Mannschaften jetzt unterstützen und wir damit die Konkurrenz unter Druck gesetzt haben“, dachte RSV-Coach Andre Schmitz vor allem an die noch gefährdeten Rivalen vom FC Verden 04, TSV Ottersberg und TV Meckelfeld, die nun am Sonntag nachlegen müssen.

Imposantes Zuschauer-Interesse

Vor einer imponierenden Kulisse von mehr als 300 Zuschauern – darunter auch viele lautstarke und friedlich feiernde Anhänger aus Celle – ging der Sieg unterm Strich in Ordnung. „Celle hat uns alles abverlangt“, verwies Schmnitz darauf, dass sich der künftige Oberligist nach dem seit Mittwoch feststehenden Titelgewinn keinesfalls hängen ließ. „Das Spiel hatte ein gutes Niveau für die Landesliga. Das hatte mit Abstiegskampf nichts zu tun“, so der nach der Saison scheidende RSV-Trainer.

Die Gastgeber waren das aktivere Team und besaßen bereits nach 20 Sekunden die erste Chance, als Sercan Durmaz jedoch noch einmal querlegte, anstatt abzuschließen. Die RSV-Abwehr ließ so gut wie keine Möglichkeit zu, die Defensive der Gäste offenbarte auf dem kurzgeschorenen Untergrund derweil ein paar Stand- und Passprobleme, die die Platzherren jedoch nicht nutzen. 

Zu harmlos war oftmals der Abschluss. Erst vor der Pause hätte es mehrfach klingeln können – nach einem abgefälschten Schuss von Tobias Kirschke rollte der Ball an den Pfosten (39.), kurz darauf scheiterte Rotenburgs Sechser an Keeper Christof Rienass (43.), ehe Niestädt einen flachen Freistoß knapp neben den Kasten setzte (44.).

Risiko deutlich erhöht

In der zweiten Hälfte verpasste Toni Fahrner aus spitzem Winkel die Rotenburger Führung (55.), während Torwart Henner Lohmann einen satten Schuss von Celle Goalgetter Felix Krüger klasse parierte (64.). Ansonsten war der 34-fache Saisontorschütze ziemlich abgemeldet. Der RSV spielte auf Sieg und erhöhte das Risiko. 

So nahm Schmitz den starken, aber mit Gelb vorbelasteten Kirschke vom Feld und brachte dafür Jelle Röben. Das zahlte sich durch die Vorarbeit zum Siegtor aus. Jannis Niestädt rauschte heran – und mit dem Ball fast ins Tor. „Ich habe ihn nur irgendwie runtergedrückt, die Augen hatte ich, glaube ich, nicht mal auf“, verriet der Torschütze.

Optimistisch ist Niestädt nun auch in Bezug auf den Saisonausgang. „Jetzt hauen wir Teutonia Uelzen weg“, blickt er bereits auf den letzten Spieltag. „Und dann gucken wir mal, was die anderen machen. Ich glaube, wir schaffen das.“

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