Wertung gegen Rotenburgs Reserve und SG Findorff – sowie 250 Euro Strafe

„Nicht nachvollziehbar“

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Für Rolf Stefan (r.) ist die Wertung nicht nachvollziehbar.

Kreis-Rotenburg - Von Jürgen Honebeinund Matthias FreeseROTENBURG · „Das ist für mich eine nicht nachvollziehbare Entscheidung und tut dem Handballsport nicht gut“, ist Rolf Stefan, Trainer des TuS Rotenburg II, maßlos enttäuscht. Die für die Kreisoberliga Süd der Männer zuständige Staffelleitung hat die ausgefallene Partie zwischen dem TuS Rotenburg II und der SG Findorff nicht – wie von beiden Teams gewünscht – neu angesetzt, sondern mit jeweils 0:2 Punkten für Rotenburg II und die Bremer gewertet.

Was war geschehen? Der angesetzte Schiedsrichter aus Sottrum war zur Partie am 26. Januar nicht erschienen, da er am Vortag kurzfristig ausgefallen war. Da kein anderer Unparteiischer so schnell angesetzt wurde und in der Rotenburger Pestalozzihalle kein Referee anwesend war, um diese Partie im Kampf gegen den Abstieg und um die Meisterschaft zu leiten, einigten sich beide Teams schnell und unkompliziert auf einen Nachholtermin. Diesen teilten sie Staffelleiter Wolfgang Werder (Bremerhaven) mit. Werder war jedoch nicht damit einverstanden und verwies auf Paragraph 77 der DHB-Spielordnung – „Ausbleiben des Schiedsrichters“. Da er sich inzwischen in der Reha befindet, wertete Stellvertreter Ralf Neuendorf (Cuxhaven) jetzt die Partie für beide Mannschaften als verloren. Zudem gab es für beide Teams nach dem Geldbußenkatalog der für die Kreisoberliga zuständigen Kreisarbeitsgemeinschaft Bremer Umland, kurz KRAGE, eine Geldstrafe in Höhe von 250 Euro wegen des schuldhaften Nicht-antretens. „Das ist völlig indiskutabel. Wir werden in Kürze in einer Vorstandssitzung entscheiden, ob wir vor das Sportgericht ziehen. Ich hoffe es“, bezieht Rotenburgs Vorstandsmitglied Bernd Schaffran Position.

Der Wümme-Club liest den Paragraphen 77 nämlich anders als die Staffelleitung. „Bei Ausbleiben des angesetzten Schiedsrichters müssen sich beide Mannschaften auf einen anwesenden neutralen Schiedsrichter einigen“, heißt es dort. Aber eben auch: „Ist kein neutraler Schiedsrichter zur Stelle, können sich die beiden Mannschaften auf einen Schiedsrichter eines der beiden spielenden Vereine oder auf eine Person einigen, die einem Verein im Bereich des DHB angehört.“ Ralf Neuendorf verweist allerdings zusätzlich auf die Durchführungsbestimmungen der KRAGE. Beim Punkt „spieltechnische Bestimmungen“ steht hinter Ziffer 12 fett und sogar unterstrichen: „Die Spiele haben in jedem Fall stattzufinden.“ Neuendorf: „Es ist nicht schön für die Vereine, aber da gibt es leider keinen Weg nach links und rechts. Zudem hatten die Vereine den Staffelleiter noch angerufen und sich nicht an seine Anweisungen gehalten.“

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