Über Rote Karten, die Folgen und Habenhausen

Lukas Misere: „Nicht gerne auf der Tribüne“

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Die Tribüne soll nicht zum regelmäßigen Platz für Lukas Misere werden. „Ich möchte der Mannschaft auf der Platte helfen“, sagt er.

Rotenburg - Eigentlich macht Lukas Misere bei den Oberliga-Handballern des TuS Rotenburg ja mit seinen Toren auf sich aufmerksam. In den vergangenen beiden Spielen war das anders. Der Linksaußen wurde von den Unparteiischen jeweils vorzeitig auf die Tribüne verbannt. Wie er mit zwei Roten Karte am Stück umgeht, verrät der 23-Jährige vor der Partie beim Titelanwärter ATSV Habenhausen (Samstag, 19.30 Uhr, Hinni-Schwenker-Halle).

Ist es das erste Mal, dass Sie in zwei aufeinanderfolgenden Spielen Rot gesehen haben?

Ja, auf jeden Fall. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, wann ich überhaupt mal eine glatte Rote Karte bekommen habe. Und dann zwei Spiele hintereinander ...

Gehen Sie da jetzt mit einem mulmigen Gefühl oder vorsichtiger ins nächste Spiel?

Man geht natürlich mit mehr Vorsicht an die nächsten Spiele heran, weil ich nicht der Typ bin, der gerne auf der Tribüne sitzt. Ich möchte der Mannschaft auf der Platte helfen und muss mich vielleicht ein Stück mehr an die neue Regelauslegung gewöhnen.

Für die erste Rote Karte gegen Altjührden hatten Sie noch Verständnis, für die beim HC Bremen auch?

Für die Rote Karte in Hastedt habe ich kein Verständnis. Jeder, der diese Situation gesehen hat, weiß, dass ich probiert habe, den Ball aus der Luft zu fischen. Dass ich den Gegenspieler im Rückwärtsfallen eventuell touchiere, ist für mich keine Rote Karte.

Die Außenspieler sollen besser geschützt werden, die Schiedsrichter eher Rot zeigen. Finden Sie das als Linksaußen richtig?

Ich finde, man muss ein gesundes Mittelmaß finden. Natürlich ist es schwer, bei einem Kontakt in der Luft die Stabilität zu behalten, aber man sollte auch nicht zu kleinlich werden. Meiner Meinung nach ist diese Regel sehr hart ausgelegt und führt zu einem verlangsamten Spiel, da man viel häufiger in Unterzahl agieren muss. Aber daran muss man sich anpassen.

In Habenhausen spielen Sie gegen einen der Topfavoriten. Geht es da nur um Schadensbegrenzung?

In Habenhausen können wir befreit aufspielen. Wir wissen um die Stärke der Bremer. Sicherlich gehört Habenhausen zu den Titelaspiranten, aber wir wollen das Spiel auf keinen Fall abschenken. Wir haben diese Woche gut an unserem Matchplan gearbeitet und wollen diesen bestmöglich umsetzen.

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