1:2 – RSV verliert in Göttingen und steht wieder auf einem Abstiegsplatz

„Nicht genug investiert“

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Kampf um den Ball: Göttingens Doppeltorschütze Grzegorz Podolczak (l.) gegen Rotenburgs Christoph Drewes, der aufgrund seiner Gelb-Roten Karte nächstes Spiel gesperrt ist. ·

Göttingen - Von Helmut Anschütz - Nach einem ganz schwachen Auftritt verlor der Rotenburger SV mit 1:2 (0:2) beim stark abstiegsbedrohten 1. SC Göttingen 05.

Das Ergebnis gibt dabei nicht wider, wie das Chancenverhältnis in diesem Kellerduell der Fußball-Oberliga gewesen war. Die knappe Niederlage schmeichelt dem RSV ungemein, denn die Südniedersachsen hatten Möglichkeiten zu einem halben Dutzend weiterer Treffer.

„Bei uns hat die letzte Überzeugung gefehlt“, mahnte RSV-Trainer Benjamin Duray an. „Wir haben gegenüber den vergangenen Spielen zu viele Chancen zugelassen, dann reicht es eben nicht.“ Da der direkte Konkurrent VfL Oldenburg mit 1:0 gegen den 1. FC Wunstorf gewann, ist der Wümme-Club wieder auf den ersten Abstiegsplatz abgerutscht.

Unterm Strich zeigten die Rotenburger im Göttinger Maschpark viel zu wenig im Spiel nach vorne. Und die von Duray ausgemachten eigenen Torgelegenheiten ließen sich an einer Hand abzählen. Die Göttinger, die dem Abstieg wohl nicht mehr entgehen werden, verzeichneten dagegen zahlreiche Möglichkeiten, die sie jedoch kläglich ausließen. „Das nächste Mal wechsele ich mich selbst ein“, meinte daher Trainer Najeh Braham.

Zum ersten Mal Glück hatten die Gäste nach zehn Minuten, als Göttingens Kapitän Christian Horst per Kopf nur das Lattenkreuz traf. Rotenburgs erste Möglichkeit hatte Marcel Costly bei einem Alleingang über die rechte Seite, doch Keeper Niko Wolany war zur Stelle (15.). Nur 120 Sekunden später umkurvte der zuletzt von Braham heftig kritisierte Grzegorz Podolczak RSV-Torwart Henner Lohmann und schob in die kurze Ecke – 1:0. Danach war es erneut der agile Costly, doch er verzog knapp. Das „dickste Ding“ vergab nach 25 Minuten Tobias Kirschke, der das Kunststück fertig brachte, den Ball aus fünf Metern noch übers Tor zu jagen.

Typisch, dass solche Aktionen fast postwendend bestraft werden. So war wiederum der Göttinger „Poldi“ nach einem Pass von Nigel Bier aus spitzem Winkel erfolgreich (36.). „Kämpft doch mal alle“, forderte Abwehrchef Christoph Drewes – der kurz vor Schluss nach einem wiederholten Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste (82.) – seine Mitspieler auf.

Nach dem Wechsel hatte der Wümme-Club aber nur noch zwei Chancen durch Björn Mickelat (54.) und den eingewechselten Jan Fitschen, dessen Freistoß rechts vorbeiflutschte (65.). Costlys Anschlusstreffer in der Schlussminute war letztlich nur noch dünne Ergebniskosmetik. Insgesamt war der Auftritt der Rotenburger einfach zu schwach. Duray: „Wir haben nicht genug investiert und hatten auch zu viele technische Fehler. Am Ende haben wir aufgemacht und noch Chancen zugelassen.“

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