Neuzugang des RSV II ist taktisch „auf Zack“ / Offene Rechnung mit Bremervörde

Meyer und sein Kopfproblem

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Beim Rotenburger SV II hat Marvin Meyer den Sprung in die Stamm-Elf geschafft.

Rotenburg - Von Lars Kattner. Wer ist eigentlich der schlechteste Kopfballspieler im gesamten Landkreis Rotenburg? Ganz klar: Marvin Meyer vom Fußball-Bezirksligisten Rotenburger SV II. Behauptet zumindest Marvin Meyer. Ein Makel, der ihn allerdings nicht davon abgehalten hat, nach seinem Wechsel vom Kreisligisten TV Sottrum zur RSV-Reserve voll durchzustarten und den Turbo zu zünden. Meyer ist direkt zum Stammspieler avanciert und überzeugt auf der rechten Außenbahn.

„Im Mittelfeld ist es ja nicht so schlimm, wenn beim Kopfball noch Luft nach oben ist. Da versuche ich, solche Duelle am besten ganz zu vermeiden“, sagt Meyer, der am Montag seinen 22. Geburtstag gefeiert hat. Ohnehin fühlt er sich am wohlsten, wenn er mit dem Ball am Fuß in hoher Geschwindigkeit die gegnerischen Abwehrreihen durcheinanderwirbelt. „Ich bin schon immer Außenspieler gewesen, das liegt mir am besten.“ Zu dieser Einsicht scheint auch Dariusz Sztorc gekommen zu sein, der den Neuzugang zunächst als Stürmer aufgeboten hatte. „Es war ein Versuch, aber Marvin ist stärker, wenn er den Gegner vor sich hat“, sagt Co-Trainer Alexander Bese. „Er ist gut zu Fuß, die Grundgeschwindigkeit ist da“, lobt Bese. Auch taktisch sei Meyer „auf Zack“. Noch fehle es aber an der Zielstrebigkeit in den Aktionen nach vorne, auch die Chancenverwertung sei ausbaufähig. „Da ist noch Luft nach oben“, hat Bese erkannt. „Er kann noch viel mehr, als er bis jetzt gezeigt hat. Aber das wird schnell kommen. Er zieht im Training voll mit, ist anpassungsfähig und lernwillig und passt als Typ super in die Mannschaft.“

Ein Lob, das Meyer nur erwidern kann: „Das Team hat mich überragend aufgenommen. Aus Sottrum war ich es ja schon gewohnt, dass alles sehr familiär zugeht. Ich dachte, das wäre hier vielleicht anders, aber in dieser Hinsicht muss ich überhaupt keine Abstriche machen.“

Und sein Talent ist auch Jan Fitschen, Trainer der Landesliga-Elf des Rotenburger SV, nicht entgangen. So durfte Meyer bereits sein Debüt in der Ersten feiern – beim 2:1-Sieg gegen den MTV Dannenberg wurde er in der 64. Minute eingewechselt. Ein Hinweis auf größere Ambitionen? „Erst mal will ich richtig in der Bezirksliga ankommen. Aber wenn irgendwann wieder eine halbe Stunde bei der Ersten herausspringt, würde ich mich nicht beschweren“, bleibt Meyer bescheiden.

Apropos Bezirksliga: Dort erwartet der RSV II am Sonntag (15 Uhr) den Aufsteiger Bremervörder SC. Ein Team, mit dem Meyer noch eine Rechnung zu begleichen hat. Denn eigentlich hätte auch der TV Sottrum zu Gast sein können, wenn Bremervörde den Aufstiegsambitionen der Sottrumer nicht in letzter Minute einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Personell sieht es beim Gastgeber gut aus, sogar Thies Lünzmann ist nach Verletzung wieder ins Training eingestiegen. „Vielleicht reicht es ja für ein paar Minuten“, hofft Bese, der von der Mannschaft fordert, an den Auftritt der vergangenen Woche beim FC Worpswede anzuknüpfen. „Da haben wir zum ersten Mal in dieser Saison über die gesamte Spieldauer eine gute Leistung abgerufen.“ Und die wurde prompt mit einem 3:0-Sieg belohnt. Gleiches soll nun auch gegen Bremervörde gelingen. „Die müssen wir weghauen“, fordert Marvin Meyer. Auch, um seinen Sottrumer Freunden einen Gefallen zu tun.

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