Bothel und Unterstedt teilen sich die Punkte

Neuschwander hat Linke im Derby gut im Griff - 1:1

Unterstedts Leon Linke (links) beackerte die rechte Außenbahn, Bothels Cedric Neuschwander ließ ihm aber nur selten Platz, sich auszutoben.
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Unterstedts Leon Linke (links) beackerte die rechte Außenbahn, Bothels Cedric Neuschwander ließ ihm aber nur selten Platz, sich auszutoben.

Bothel – Eigentlich bot das Nachholspiel der Fußball-Kreisliga zwischen dem TuS Bothel und der SG Unterstedt alles, was ein richtiges Derby ausmacht – Tore, umkämpfte Zweikämpfe und sogar zwei Platzverweise. Aber auch nur eigentlich. Einen Gewinner brachte die Partie nicht hervor. So trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden – für den TuS Bothel ein Punktgewinn, für die Gäste von der SG Unterstedt ein Punktverlust. „Das war eine reine Kampfleistung. Ich bin total begeistert, was die Jungs hier abgeliefert haben“, freute sich Dennis Schlifelner, Coach der Botheler. Nicht ganz so glücklich, fast schon ein bisschen bedient, wirkte Patrick Werna: „Für den Aufwand nur einen Punkt mitzunehmen, ist enttäuschend“, kommentierte der Coach der Unterstedter.

In der Tat: Den deutlich druckvolleren Start mit den besseren Chancen erwischten die Gäste, aber – wieder einmal – ohne wirklich zwingend zu agieren. So kam Sebastian Lauridsen nach einem Abstimmungsfehler der Botheler einen halben Schritt zu spät (12.) und Yannik Malende setzte seinen Freistoß aus sehr aussichtsreicher Position knapp übers Tor (17.). Obwohl die Gastgeber zu Beginn absolut keinen Zugriff auf die Partie bekamen, scheiterten die Unterstedter in erster Linie an sich selbst – an falschen Laufwegen und zu schwierigen Pässen. „Wir tun uns unglaublich schwer gegen Mannschaften, die keinen Fußball spielen wollen“, gestand Werna.

Manchmal fehlte seiner Elf auch etwas der Mut – wie vor dem Gegentreffer. Als sich Bothel das erste Mal in die Unterstedter Hälfte kombinierte, klärten diese zu überhastet ins Seitenaus. Nach dem Einwurf reagierte Nico Schanowski schneller als die Abwehr der Gäste und chippte den Ball über Keeper Philipp Krüger ins Tor (40.) zum Führungstreffer aus dem Nichts. „Das hat von draußen echt Spaß gemacht, mit anzugucken“, so Schlifelner.

Souverän: Bothels Torben Klinger – hier gegen Unterstedts Nisar Atris (schwarzes Trikot) – erlaubte sich über die volle Spielzeit nur vereinzelt Fehler.

Noch vor der Halbzeit hatte Leon Linke die Chance zum Ausgleich – freistehend köpfte er jedoch nur hauchdünn über die Latte (45.). Immer wenn der 22-Jährige am Ball war, stellte er sein Können unter Beweis. Aber: Das ließ Bothels Außenverteidiger Cedric Neuschwander nur sehr selten zu: „Er hat ein Bombenspiel gemacht, Linke ordentlich beackert und ihm für das Spiel den Spaß am Fußball genommen“, beobachtete sein Coach. Generell verteidigte seine Elf trotz des großen Drucks der Unterstedter unglaublich souverän und leistete sich kaum Patzer – mit einer Ausnahme. Beim 1:1 durch Lauridsen schaltete die Abwehr zu spät und ließ den Stürmer gewähren (54.). „Ansonsten ist der Matchplan aber aufgegangen, das war eine starke Mannschaftsleistung“, meinte Schlifelner.

Glücklich sieht anders aus: Patrick Werna, Coach der SG Unterstedt, war mit der Leistung seines Teams nicht ganz einverstanden.

Er musste im Anschluss noch zwei Gelb-Rote Karten mitansehen. Zum einen traf es Sebastian Wichern, der Florian Liszkowski foulte (76.). Unterstedts Kapitän nahm das „Geschenk“ dankend an, sein Schmerzschrei bekräftigte Schiedsrichter Steffen Nabert (TuS Zeven). Für Liszkowski ging’s danach zwar ohne Probleme weiter, für seinen Teamkollegen Linke war aber nach 88 Minuten Schluss. Der Stürmer sah Gelb-Rot nach einem Foul an Tim Beyer. Die Platzverweise änderten am Ausgang der Partie nichts mehr – auch wenn die Unterstedter anderer Meinung waren. Nach dem Abpfiff brachten sie ihren Unmut gegenüber Nabert nochmals zum Ausdruck. Der Schiedsrichter hörte sich alles an und bat anschließend zum Sportgruß.

Von Matthias Freese Und Lea Oetjen

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