Basketball-Linien müssen in Sportstätten verändert werden / Hurricanes vor Umzug in Adolf-Rinck-Halle

Neujustierung für Dreier-Werfer

Hurricanes-Coach Roland Senger schaut sich genau an, wie Bärbel Felchner die alten Linien ablöst.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · Stellen Sie sich vor, der Elfer im Fußball müsste künftig aus einer Entfernung von 11,50 Meter getreten werden. So ähnlich ergeht es demnächst den Basketballern, denn ihre Drei-Punkte-Linie wird – zunächst für die oberen Spielklassen verpflichtend – zurückversetzt. Statt von bisher 6,25 Meter muss der Korb nun aus einer Distanz von 6,75 Meter getroffen werden, um mit dem Zusatzpunkt belohnt zu werden. Hintergrund ist die Umsetzung der 2008 vom Weltverband FIBA beschlossenen Regeländerungen.

„Es geht um eine weltweite Vereinheitlichung der Basketballfelder“, weiß Roland Senger, hauptamtlicher Coach der BG ’89 Hurricanes, die davon schon ab nächster Saison mit ihrer Zweitliga-Damenmannschaft betroffen sind und deshalb unter besonderem Druck stehen. Denn: Der Deutsche Basketball-Bund, der die Veränderungen in den hohen Spielklassen zur kommenden Serie vorschreibt, gestattet keine Ausnahmen und lässt

nKosten: Mehrere

nTausend Euro

sich die Umsetzung von den Vereinen auch bescheinigen.

Als besonders kooperativ zeigte sich die Stadt Rotenburg. So lässt sie seit gestern die Adolf-Rinck-Halle und die Theodor-Heuss-Halle von der Firma Kipp aus Kornwestheim zweitliga-tauglich machen. Alte Linien werden abgelöst, neue aufgetragen. Dabei geht es nicht nur darum, dass die Drei-Punkte-Linie weiter vom Korb wegrückt – die letzten Meter verläuft sie künftig auch parallel zur Seitenlinie. „Ich weiß nicht, was das bringen soll. Zumal es nur halbherzig ist, schließlich ist die Linie in der NBA noch weiter weg“, wirft BG-Abteilungsleiter Christoph Treblin kritisch ein. Auch der Zonenraum muss umgestaltet werden – statt trapezförmig wird er, analog zum Spielfeld in der NBA, künftig rechteckig sein und unter dem Korb einen zusätzlichen Halbkreis mit einem Radius von 1,25 Meter enthalten, in dem es keine Offensivfouls gibt.

„Ob sich das Spiel dadurch verändert, ist fraglich“, bemerkt auch Senger, der vor allem von einer Umstellung für die Distanzwerfer spricht. Die müssen schließlich neu justieren. „In Bielefeld haben sie die neuen Markierungen. Da fiel es nicht sehr auf“, hat der Coach beim Auswärtsspiel seines Zweitliga-Teams beobachtet. Kurios wird es in der Theodor-Heuss-Halle, deren Spielfeld einen Meter schmaler ist als etwa das der Adolf-Rinck-Halle (28 mal 15 Meter). Hier reduziert sich an der Seite der Abstand zwischen Dreierlinie und Korb um einen halben Meter.

Schmerzlich sind für die Städte, Gemeinden und Kreise die Kosten. Die Stadt Rotenburg macht mehrere Tausend Euro für ihre zwei Hallen locker. Das ist wohl auch der Grund, weshalb der Landkreis, dem die Pestalozzihalle gehört, und die Gemeinde Scheeßel als Hausherr der Großen Halle am Vareler Weg, den Antrag der BG ’89 noch nicht abschließend beraten haben.

So müssen sich sich die Hurricanes vermutlich an den Kosten beteiligen oder gar den Großteil übernehmen. „Im Moment sieht es nicht so aus, als ob dort schon zur nächsten Saison etwas passiert“, befürchtet Senger. In der Konsequenz hieße das, dass die Hurricanes mit ihren Zweitliga-Damen künftig weder in Scheeßel noch in der Pestalozzihalle spielen könnten. Senger: „Dann müssen wir wohl mit den Damen alle Heimspiele in der Adolf-Rinck-Halle austragen.“

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