Neuer Streit zwischen RSV und ARS-Boss / Patrick Peter scheitert im Hit gegen Harsefeld am Pfosten

RSV sperrt Ludwig vor dem 0:0 aus

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Elfmeter oder nicht? Nach diesem umklammernden Einsatz des Harsefelders Alexander Martens (hinten) hätte Mirko Peter gerne den Pfiff der Referees gehört.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Vor dem Spiel war die Luft raus – und das lag an Jelle Röben vom Rotenburger SV, der beim Warmschießen den Ball an eine der scharfen Spitzen des Ballfangzauns setzte. Die folgenden 90 Minuten waren hingegen von hoher Intensität geprägt – doch einen „Volltreffer“ gab es nicht.

Im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga trennten sich der RSV und die Gäste des TuS Harsefeld 0:0. Ein Punkt, den keiner der beiden Protagonisten bejubelte. Nicht viel mehr als 120 Zuschauer hatten sich zum vermeintlichen Hit im Ahe-Stadion eingefunden – und es hätte zumindest einer mehr sein können, wenn Paul Metternich, der Sicherheitsbeauftragte des RSV, nicht Rolf Ludwig, den Boss der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine, den Zutritt verweigert hätte. „Ich habe Stadionverbot bekommen – das ist das Unglaublichste, was es gibt. Der hat doch eine Klatsche“, erregte sich Ludwig. „Dabei habe ich dem RSV doch noch 1500 Euro gespendet. Aber das werde ich nie wieder tun.“

Hinter Gittern: Rolf Ludwig durfte nicht ins Ahe-Stadion.

Metternich bestätigte den Ausschluss – zunächst für ein Spiel. Und er erläuterte den Grund: „Wir kennen ja Rolf Ludwig in seiner wahrheitsliebenden Art und mit seinen Verdrehungen“, setzte das RSV-Vorstandsmitglied an und verwies auf einen Vorfall während der jüngsten Benefizpartie gegen Hannover 96, als Ludwig den Präsidenten des Bundesligisten, Martin Kind, von der bewachten Südtribüne auf die überdachte Nordseite gebracht hatte. „Er hat ihn auf seine Art entführt, ohne Begleitschutz. Damit hat er in seiner Profilsucht in unser Sicherheitskonzept eingegriffen. Seine Intrigen sind unerträglich für den Verein geworden.“ Eine neue Eskalationsstufe im gestörten Verhältnis zwischen Ludwig und Verein scheint erreicht. Nicht ganz friedlich ging es auch auf dem Feld zu. Von Beginn an herrschte hektisches Treiben mit einer hohen Geräuschkulisse. Nicht ganz unschuldig: Referee Sven Weber (FSV Tostedt), der ohne Konsequenz und Linie die Partie leitete und beide Seiten gegen sich aufbrachte. Karten verteilte er spät – und zwar vornehmlich wegen Meckerns. Bei Fouls agierte er dafür äußerst großzügig. „Er hat das ganze Spiel verpfiffen“, schimpfte RSV-Abwehrchef Christoph Drewes, der zusammen mit Jannis Niestädt im Zentrum nichts zuließ. Die einzige echte Chance der Gäste resultierte aus einem Schuss von Andreas Kähm, den Keeper Henner Lohmann abklatschen ließ – den dritten Nachschuss setzte Walerij Hettich an die Latte (32.).

„Das zeugt doch davon, dass wir uns in der Liga Respekt verschafft haben und Harsefeld nicht sein Spiel gespielt hat. Die Qualität hätten sie“, wertete RSV-Coach Jan Fitschen den defensiven Auftritt der Gäste. Mehr ins Spiel investierte in der Tat der RSV, wenngleich er vorne mit Tim Ebersbach als Spitze und dem dahinter agierenden Timo Kanigowski nur selten Gefahr ausstrahlte. Das Konzept mit vielen Diagonalbällen ging nicht wirklich auf. „Das war kein so schönes Fußballspiel – viele lange Bälle, viele Nickligkeiten“, gestand auch Patrick Peter, der die dickste Chance der Gastgeber vergab, als er einen gefühlvollen Linksschuss an den Pfosten zirkelte (78.). „Er hätte auch mal reinspringen können“, meinte er und rätselte, was dieser Punkt nun wert ist.

Das ging seinem alten Kumpel Ole Bruns, Ex-Rotenburger im Harsefelder Trikot, ähnlich: „Ich weiß es auch nicht“, merkte er nachdenklich an. Und erst, als Patrick Peter erfuhr, dass auch Spitzenreiter TSV Etelsen 0:0 gegen Eintracht Lüneburg gespielt hatte, klärte sich die Laune beim RSV-Akteur etwas auf: „So können wir damit leben – ansonsten wären wir wieder hinterher geeiert.“

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