Neben Wasserburg und Oberhausen bricht nun auch Keltern die Vereinbarung

Gentlemen‘s Agreement außer Kraft

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Keltern-Coach Christian Hergenröther hält sich künftig nicht mehr ans Gentlemen‘s Agreement.

Rotenburg - Das Gentlemen’s Agreement in der Basketball-Bundesliga ist endgültig außer Kraft gesetzt. Nachdem ausgerechnet der Deutsche Meister und unangefochtene Tabellenführer TSV Wasserburg in der Hinrunde bei den Avides Hurricanes diese Vereinbarung der Basketball-Bundesligisten gebrochen und für mehrere Minuten keine deutsche Spielerin auf dem Feld hatte, hat vor wenigen Wochen auch das Kellerkind NB Oberhausen in der Partie gegen Grüner Stern Keltern diese Abmachung verletzt – angeblich jedoch aus Versehen. Nun kündigte der dritte Verein an, sich künftig nicht mehr daran halten zu wollen: Aufsteiger Keltern.

Keltern begründet sein Verhalten in einer Pressemitteilung damit, dass Leistungsträgerin Ana-Maria Kammer Anfang der Woche ohne Vorwarnung verkündet hatte, künftig nicht mehr für die Sterne aufzulaufen. Sie bat zudem um ihre Freigabe. Somit besteht das Kontingent an deutschen Spielerinnen nur noch aus drei Kräften – neben Nadja Prötzig sind es noch die Nachwuchsspielerinnen Leonie Elbert und Linn Schüler. „Dies ist ein absoluter Hammer und bringt uns nun für die verbleibende Saison in erhebliche Schwierigkeiten“, erklärte der Vereinsvorsitzende Dirk Steidl und machte deutlich, dass sich sein Club nicht mehr an das Gentlemen’s Agreement der anderen DBBL-Vereine halten könne. „Wir werden nun versuchen, unseren beiden Youngstern mehr Verantwortung zu übertragen, jedoch nicht auf Kosten derer Entwicklung. Ich werde sie mit Sicherheit im Haifischbecken der ersten Liga nicht unnötig verheizen“, wird Sterne-Coach Christian Hergenröther zitiert.

Keltern hatte dem Gentlemen’s Agreement vor der Saison nicht zugestimmt, sich bis dato aber stets daran gehalten. „Die Abhängigkeit der Vereine von deutschen Spielerinnen ist einfach zu groß“, betont Steidl jetzt wieder. Übrigens: Die Avides Hurricanes könnten die getroffene Vereinbarung nicht brechen – selbst wenn sie wollten. Sie haben nur vier amerikanische Spielerinnen, aber keine EU-Ausländerinnen im Kader. Dafür aber zehn deutsche Akteurinnen.

maf

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