Hurricanes-Profis sind angekommen

Nash und Griffitts haben Großes vor

Motiviert und optimistisch: Becky Nash (l.) und Kama Griffitts wollen mit den Hurricanes in der Anfang Oktober beginnenden Saison ganz oben angreifen. Foto: Freese
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Motiviert und optimistisch: Becky Nash (l.) und Kama Griffitts wollen mit den Hurricanes in der Anfang Oktober beginnenden Saison ganz oben angreifen.

Scheeßel - Es war, wie mitunter in diesen Quizshows im Fernsehen: Die Frage war noch gar nicht zu Ende gestellt, da hatte Becky Nash quasi auf den „Buzzer“ gehauen und die Antwort bereits parat. „Yes! Of course!“, beeilte sich die neue kanadische Centerin der Avides Hurricanes und betonte, dass sie natürlich die Meisterschaft gewinnen wolle. Womit sie auf einer Wellenlänge mit ihrer amerikanischen Mitspielerin Kama Griffitts lag. „Yep“, bestätigte diese keine Sekunde später die Ambitionen. Seit Dienstag sind die beiden Basketball-Profis in Scheeßel – die Vorbereitung auf die nächste Saison in Liga zwei hat bei den Hurricanes begonnen.

Und es gilt, keine Zeit zu verlieren. Bereits nach ihrer Landung ging es für die beiden Damen aus Übersee nicht erst einmal zum Ausschlafen ins Bett, sondern zum Training. „Dafür bin ich doch hier“, sagt Nash. Deshalb muss der Koffer auch warten. „Den habe ich noch nicht ausgepackt. Vielleicht in zwei Wochen“, verrät sie und lacht. Beim Akklimatisieren in der neuen sportlichen Heimat soll Kama Griffitts helfen. Sie bewohnt ebenfalls ein Zimmer im ehemaligen Internatsgebäude in Scheeßel, beide teilen sich dort auch die Gemeinschaftsräume. Die Amerikanerin geht bereits in ihre zweite Saison bei den Hurricanes. „Es ist gut, Kama zu haben, sie kann mir alles zeigen“, findet die 25-jährige Nash.

Doch nicht erst seit ihrer Ankunft kennen sich die 1,93 Meter große Centerin und die drei Jahre ältere, aber zehn Zentimeter kleinere Flügelspielerin. Im Juni haben sie sich bereits beim Mediterranean Cup of Champions im französischen Toulouse, einem Turnier, bei dem Spielerinnen aus Übersee sich im Vergleich mit europäischen Teams präsentieren, getroffen. Griffitts half bei den Bergischen Löwen aus, Nash stand im Team ihrer Heimatstadt Toronto – wenige Wochen später nahmen die Hurricanes sie unter Vertrag.

Nun also die Gemeinde Scheeßel statt die kanadische Metropole. „Es ist eine sehr kleine Stadt, aber schön und nett. Und ich mag es ruhig“, versichert Nash. Eher laut geht es in Toronto zu, der neuen Hauptstadt des Basketballs, der Heimat der NBA-Champions, den Raptors. „Die ganze Stadt war verrückt und hat gefeiert“, berichtet Nash. Dass ausgerechnet die Kanadier den US-Teams den Titel wegschnappten – Kama Griffitts nimmt es wiederum mit Humor und sagt: „Im Team der Raptors stehen ja ganz viele US-Spieler.“

Doch wie ist es um den kanadischen Frauen-Basketball bestellt? Das Nationalteam belegte bei der WM 2018 Rang sieben – der Titel ging an die USA. Doch speziell aus Nashs Heimatregion stammen viele gute Spielerinnen. Bisher gibt es in der WNBA, dem weiblichen Pendant zur NBA, nur amerikanische Teams, bei denen auch einige Kanadierinnen untergekommen sind. Nach dem Raptors-Triumph werde jedoch darüber gesprochen, ob Toronto auch ein Frauen-Team entsenden könne. „Natürlich wäre es ein Mix aus kanadischen und US-Spielerinnen. Aber es würde den Kanadierinnen helfen. Ich möchte, dass es so kommt“, betont Nash.

Sie konzentriert sich aber vielmehr auf ihre Aufgabe bei den Hurricanes: „Mein Ziel ist es zu gewinnen. Hart zu arbeiten und zu gewinnen.“ Und Mitspielerin Griffitts bestätigt sie darin, dass mehr als Platz vier wie in der Vorsaison möglich ist: „Gerade die jüngeren Spielerinnen haben nun eine bessere Vorstellung von der Liga und bringen die Erfahrung des vergangenen Jahres mit.“

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