Höchste Bundesliga-Niederlage 62:102

Hurricanes: Der nächste Tiefpunkt

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Petra Zaplatova stand zwar nicht in der Starting Five, war aber am Ende die beste Punktesammlerin der Hurricanes und kam auf 21 Zähler bei der Demütigung in Keltern.

Scheeßel - Auf ihrer Abschiedstour aus der Basketball-Bundesliga haben die Avides Hurricanes im letzten Auswärtsspiel ihren Tiefpunkt erlebt! Das nur zu siebt nach Baden-Württemberg gereiste Schlusslicht kassierte beim Tabellenzweiten Grüner Stern Keltern mit 62:102 (27:55) seine höchste Erstliga-Niederlage aller Zeiten.

Ohnehin gab es zahlreiche Negativwerte, sodass Coach Mahir Solo bemerkte: „Da kann ich nicht viel zu sagen. Natürlich bin ich enttäuscht.“ Das Kellerduell am letzten Spieltag ist übrigens bedeutungslos geworden, denn auch der am Sonnabend in Scheeßel gastierende USC Freiburg besiegelte am vorletzten Spieltag durch eine Heimniederlage gegen die BG Donau-Ries seinen Abstieg. Es geht also höchstens noch ums Prestige. Und Solo verspricht: „Im nächsten Spiel wird es viel besser.“

Was seinem Team da in der kleinen Enzkreis-Gemeinde, im Speckggürtel von Pforzheim, widerfuhr, glich derweil einer Demütigung. Dabei hatte sich der Kader ohne die beruflich verhinderte Laura Rahn kurzfristig noch weiter verkleinert. Hannah Pakulat litt unter den Folgen einer Erkältung und verzichtete deshalb auf die Reise. Aus beruflichen Gründen reisten Pia Mankertz und Andrea Baden zudem seperat erst am Spieltag an, während das restliche Team bereits am Freitag gefahren war.

Positive Aspekte fehlen gänzlich

„Es ist nicht möglich, in diesem Spiel positive Aspekte zu finden“, wollte Solo nichts schönreden. Natürlich war die kleine Rotation ein Nachteil, vor allem aber auch die nicht vorhandene Präsenz unterm Korb. Ohne etatmäßige Centerin hatten die Hurricanes – speziell Ashley Southern, aber auch Evita Iiskola – keine Chance gegen Kelterns Riesen, Anita Teilane, Kristi Mokube, Maja Vucurovic oder Marina Markovic. 

Und da auch Guard Jasmine Thomas reichlich Bälle einsammelte, entschied der Titelanwärter am Ende auch die Rebound-Bilanz mit 45:23 für sich. Im ersten Viertel hatten die Hurricanes gar nur drei Rebounds für sich verbucht. Ebenfalls katastrophal fiel der Assist-Vergleich für die Solo-Sieben aus – 6:23. Bei den Steals hieß es 3:10. Immerhin in der Dreier-Quote lagen die Hurricanes mit ihren 35 Prozent vorne.

Beginn war noch pasabel

Dabei hatte es anfänglich noch gar nicht nach einem Debakel ausgesehen. Die Hurricanes waren beim 12:12 per Dreier von D’Asia Chambers noch dran, ebenso beim Dreier durch Petra Zaplatova (17:21/7.), die mit 21 Punkten die einzige Akteurin in guter Form war. Im zweiten Viertel gelang jedoch nur Janae Young per Dreier ein Feldkorb für ihr Team, bereits in der 17. Minute hatte Vucurovic das 50:23 erzielt. 

Zaplatova und Chambers blieben im dritten Durchgang die einzigen Gästespielerinnen, die erfolgreich dagegenhielten, der Rückstand wuchs jedoch stetig an. Mit dem 100. Punkt ließ sich Keltern dann lange Zeit, ehe Linn Schüler 1:39 Minuten vor dem Ende von der Freiwurflinie zum 100:60 traf. Die bis dato höchste Bundesliga-Niederlage, erst vor einem Monat mit 66:97 gegen den TSV Wasserburg erlitten, wurde durch das 62:102 noch einmal kräftig getoppt. „Es ist schon hart, so zu verlieren“, gestand Mahir Solo.

maf

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