Nach Wasserburgs Sieg reden alle nur über Hurricanes-Kapitänin Pia Mankertz

„Sie ist eine Zockerin!“

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Wehe, sie wird so frei gelassen wie hier: Pia Mankertz (am Ball, neben Kierra Mallard) trumpfte gegen Wasserburg mit sechs Dreiern auf und avancierte zur besten Spielerin auf dem Feld.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Sie stand auf Seiten der Verlierer und war dennoch die große Gewinnerin: Pia Mankertz, Kapitänin der Avides Hurricanes, wurde von Komplimenten nach dem 59:80 im ungleichen Erstliga-Duell mit dem Basketball-Meister TSV Wasserburg überhäuft. Trotz zahlreicher Stars auf der Gegenseite war sie die beste Akteurin auf dem Feld.

„Besser wäre es wahrscheinlich gewesen, in den anderen Spielen, die wichtiger sind, so zu treffen“, bemerkte Pia Mankertz hinterher etwas nachdenklich. Mag sein, ihre Quote war jedenfalls eindrucksvoll. 18 der 19 Punkte erzielte die 23-Jährige, die ihre fünfte Saison für die Hurricanes absolviert, per Dreier. Nur der siebte Versuch rauschte nicht durch die Reuse. „Und selbst die Dreier, die eher Notwürfe waren, gingen rein“, staunte ihr Coach Christian Greve. „Da kann man mit leben“, kommentierte Mankertz ganz cool.

„Wir wissen ja, wie krass Pia sein kann“, betonte Greve und sah diese Partie als gutes Beispiel dafür, dass „sie die Schlüsselspielerin bei uns ist“. Auch Wasserburgs Meister-Trainer Bastian Wernthaler, der Mankertz bereits zu seiner Zeit als U20-Nationaltrainer unter seinen Fittichen hatte, geriet geradezu ins Schwärmen: „Pia wird immer stärker. Phantastisch, was sie abliefert. Sie ist eine echte Zockerin, toll!“ Vor drei Jahren, als Wernthaler noch Damen-Bundestrainer war, hatte sie sich bereits in sein Notizbuch für das deutsche A-Team gespielt – unter Nachfolger Andreas Wagner kam die gebürtige Hamburger dort im Mai 2012 zum Debüt. Auch Abo-Meister Wasserburg hatte einst bei ihr angefragt. „Aber da habe ich schon vor Jahren abgesagt“, verriet die Lehramtsstudentin, die gegen Deutschlands Aushängeschild im Damen-Basketball immer besonders heiß ist. „Ich habe vor dem Spiel gesagt: Einfach machen, wir haben nichts zu verlieren.“ Und genau das tat sie.

Vor allem, wenn sie gereizt wird, ist sie zu allem fähig. Das bekam der ehemalige WNBA-Profi Shey Peddy in der 28. Minute zu spüren. Die Amerikanerin foulte Mankertz kurz hinter der Mittellinie, der Pfiff der Referees blieb allerdings aus. Mankertz’ Reaktion: Sie setzte prompt zum erfolgreichen Dreier an, um beim Zurücklaufen noch einen Rempler von Peddy wegzustecken.

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