Spielabbruch zwischen Sottrum und Westerholz geht in die nächste Runde

Sottrums Gemeindedirektor weist Schuld von sich

Land unter? Nein! Dennoch wurde die Kreisliga-Partie zwischen dem TV Sottrum und dem TuS Westerholz nicht wieder angepfiffen.

Sottrum - Die Diskussionen um den Abbruch des Fußball-Kreisligaspiels zwischen dem TV Sottrum und dem TuS Westerholz (wir berichteten) reißen nicht ab. 

Nun hat sich Sottrums Gemeindedirektor Holger Bahrenburg zu Wort gemeldet. „Nach meinem Kenntnisstand hatte der Schiedsrichter die (...) Partie bereits abschließend nach der 41. Minute und einem Spielstand von 0:2 aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes abgebrochen“, heißt es in der Stellungnahme. „Nach (...) weiteren zehn Minuten (...) ist der Schiedsrichter zu dem Entschluss gekommen, das Spiel (...) wieder anzupfeifen. Die Gemeinde Sottrum hat den Verantwortlichen des TV Sottrum im Vorfeld aber auch nach (...) telefonischer Rücksprache, die Verantwortung übertragen, abschließend zu entscheiden, ob der Platz bespielbar ist oder nicht, da bei den Heimspielen (...) kein entscheidungsbefugter Verantwortlicher von der Gemeinde Sottrum vor Ort ist.“

Entscheidung des Schiedsrichters

Laut Regel ist aber nicht die Gemeinde oder der gastgebende Verein dafür verantwortlich, ob der Platz nach einer Gewitter-Unterbrechung wieder bespielbar ist oder nicht, sondern der Unparteiische. „Grundsätzlich ist der Spielabbruch die alleinige Entscheidung des Schiedsrichters“, betont der Bundesliga-Referee Jochen Drees gegenüber DFB.net. „Ich würde aber raten, die Trainer und Spielführer, aber auch den Platzwart mit ins Boot zu holen. Je mehr Personen die Gründe für einen Spielabbruch nachvollziehen können, umso größer ist die Akzeptanz dieser sicherlich unpopulären Entscheidung. Aber Vorsicht! Natürlich darf man sich bei seiner Entscheidung nicht von taktischen Überlegungen der Mannschaften – wie Spielstand und verbleibende Restspielzeit – beeinflussen lassen.“

Entscheidung zehn Minuten später revidiert

Und genau das moniert Westerholz‘ Coach Peter Ludwig: „Die erste Platzbegehung hat ohne die Verantwortlichen des TuS Westerholz stattgefunden. Lediglich die Aktiven des TV Sottrum waren daran beteiligt. Zudem haben die Sottrumer versucht, Einfluss auf den Schiedsrichter zu nehmen.“

Richtig ist aber auch, dass der Referee Günter Bassen die Partie nach der ersten Platzbegehung abgebrochen hatte, seine Entscheidung zehn Minuten später revidierte und weiterspielen lassen wollte. „Ich bin der Meinung, dass der Schiedsrichter (...) schneller und klarer hätte entscheiden müssen, dann wäre diese Diskussion gar nicht notwendig (...)“, erklärt Bahrenberg abschließend. Am Ende liegt die Entscheidung beim Sottrumer Kreisliga-Staffelleiter Peter Krüger, ob das Spiel nun neu angesetzt wird oder Westerholz die drei Punkte zugesprochen bekommt. Krüger war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. 

jdi

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