Niels Halatsch wird Triathlon-Landesmeister und steigt in Liga zwei auf

Auf dem Weg nach oben

Kreiszeitung Syke

ROTENBURG (hap) · Eigentlich wollte Niels Halatsch (Team Ronolulu) als kleiner Bursche immer Radrennfahrer werden. Da weit und breit kein Radverein ansässig war, lag es nahe, mit zwölf Jahren beim TV Scheeßel mit Triathlon zu beginnen. „Heute ist das ganz gut so. Wenn ich mal keine Lust auf Radtraining habe, kann ich immer noch laufen oder schwimmen“, schmunzelt der 21-jährige Blondschopf.

Schnell stellten sich beim talentierten Mulmshorner erste Platzierungen ein, die im Jugendbereich mit dem elften Platz in der Jugend B bei der Duathlon-DM 2004 einen Höhepunkt fanden. 2007 wagte sich Halatsch, 18 Lenze jung, an den weniger schwimmlastigen „Mythos Ironman“ und finishte in 11:18 Stunden. „Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich lieber erstmal auf der Kurzdistanz schauen möchte, was noch geht – der Ironman kam zu früh für Körper und Geist.“ 2008 wechselte er von seinem langjährigen Trainer Jürgen Klindworth (Halatsch: „Ich habe ihm sportlich als auch menschlich viel zu verdanken“) zum TSV Schwarme, wo er die Möglichkeit bekam, in einem Team zu starten, mit dem er prompt den Aufstieg in die dritthöchste Triathlon-Liga schaffte. Obendrein nahm ihn Team-Ronolulu-Trainer Roland Nickel unter seine Fittiche, sodass er in der Auftaktdisziplin einen gewaltigen Sprung machte.

2009 begann für den Mulmshorner höchst erfolgreich. Beim Oste-Cup, einer Crosslauf-Serie, glänzte Halatsch mit vier Podestplätzen. Seine Radstärke brachte ihm beim Scheeßel-Duathlon den dritten Rang, bevor er beim Sottrumer Abendlauf in 35:12 Minuten schnellster Altkreisläufer war. Spitzenresultate in der Triathlon-Regionalliga folgten. Als Saisonhöhepunkt hatte Halatsch aber die Landesmeisterschaften über die Olympische Distanz auserkoren. Mit Platz sechs im Gesamtfeld und dem souveränen Sieg in der U 23 bejubelte er seinen ersten Landesmeistertitel. Sogar an der deutschen Elite-Meisterschaft am Schliersee nahm er daraufhin teil.

Seit dem Herbst schreibt nun Vater Michael die Trainingspläne. Und die Aussichten sind rosig, ist doch Halatsch in den Kader des Zweitbundesligisten Oldenburg aufgenommen worden.

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