Nach fünftem Foul der Nationalspielerin fehlen die Ideen in Keltern – 74:83

Skuballa stoppt sich selbst

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Maggie Skuballa zeigte eine starke Partie – bis zur 32. Minute.

Scheeßel - Ohne Maggie Skuballa wollte den Avides Hurricanes die nötige Aufholjagd beim starken Aufsteiger Grüner Stern Keltern nicht gelingen. Die mit 21 Punkten erfolgreiche Nationalspielerin verabschiedete sich bereits in der 32. Minute mit dem fünften Foul – ihr Team unterlag im Duell der Basketball-Bundesliga anschließend mit 74:83 (48:46).

Während es für die Hurricanes bereits die vierte Niederlage im siebten Punktspiel war, setzte das weiter ungeschlagene Überraschungsteam aus Baden-Württemberg seinen Höhenflug fort.

„Der entscheidende Punkt war das unsportliche Foul von Maggie“, wusste auch Hurricanes-Coach Tomas Holesovsky, der in dieser Szene an der Seitenlinie – es stand 62:71 – seine Leistungsträgerin aber in Schutz nahm und monierte, dass beim Ballgewinn unmittelbar zuvor Magali Mendy nicht ganz sauber gegen Skuballa vorgegangen sei. Holesovsky ärgerte vielmehr das vierte Foul, dass sich seine Flügelspielerin kurz vorher gegen Kendall Kenyon erlaubt hatte, sodass Kelterns Neuzugang zum Drei-Punkt-Spiel kam. „Nach Maggies Aus hatten wir keine, die das Team geleitet und ohne Angst etwas produziert hat“ stellte der Coach fest.

Auch Centerin Kierra Mallard, der erneut ein Double-Double gelang und die einige Punkte aus ungünstigsten Wurfpositionen erzielte, war nun nicht mehr so präsent. Hinzu kam, dass mancher Vorteil in der Vorwärtsbewegung leichtfertig verschenkt wurde. Auffällig war zudem, dass die Hurricanes zwar nur zu neunt angereist waren, Andrea Baden aber komplett ohne Einsatz blieb. „Sie ist eher eine Defensivspielerin, wir brauchten aber etwas für die Offensive“, erklärte Holesovsky. Noch auffälliger war allerdings, dass die mexikanische Nationalspielerin Angela Rodriguez nur 16 Minuten auf dem Feld stand und zu keinem einzigen Punkt kam. Ihr Trainer kritisierte ebenfalls ihre „schlechte Verteidigungsleistung“.

Das galt im ersten Viertel aber für das gesamte Team, dass zwischenzeitlich mit elf Punkten (16:27/9.) in Rückstand geriet. Dann jedoch folgte die stärkste Phase der Hurricanes, die mit einem 17:3-Run die von Skuballa erzielte Führung übernahmen – 33:30 (15.). Bis auf sechs Punkte wurde diese ausgebaut – erneut durch Skuballa (41:35/18.), doch im dritten Viertel meldete sich Keltern aggressiver zurück, brachte die Hurricanes mit viel Druck in Foultrouble und zwang sie zu zahlreichen Ballverlusten. Skuballas Dreier zum 60:59 sollte denn auch die letzte Führung bleiben (27.).

„Das war schade, wir waren nicht so viel schlechter“, haderte Holesovsky – wohlwissend, dass sich sein Team nach drei Niederlagen in Folge nun selbst unter Druck gesetzt hat.

maf

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