RSV-Reserve bekommt neuen Coach / „Abnutzungserscheinungen“ / Sztorc ist eine Option

Nach drei Jahren ist für Kroll Schluss

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Reicht da etwa der bisherige Coach seinem Nachfolger die Hand? Joachim Kroll (r.) hört nach drei Jahren auf – Dariusz Sztorc wird als möglicher neuer Mann auf der Bank gehandelt. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseDer Zeitpunkt war passend gewählt: Der Klassenerhalt scheint für die Bezirksliga-Fußballer des Rotenburger SV II in greifbarer Nähe zu sein – da verkündete der Verein nach dem 4:2-Sieg über den FC Verden 04, in der kommenden Spielserie einen neuen Trainer ins Rennen zu schicken. „Wir haben zusammen mit Joachim Kroll beschlossen, dass wir nächste Saison getrennte Wege gehen werden“, erklärte Henning Schwardt, Vorstandsmitglied und Spieler der Reserve.

Drei Jahre war der Visselhöveder Kroll für die Zweite verantwortlich. „Es gibt da auch Abnutzungserscheinungen, insofern war es eine Entscheidung, die von beiden Seiten ausgegangen ist“, bestätigt der Polizeibeamte. „Und ich bin mir relativ sicher, dass ich die Mannschaft als Bezirksligist übergeben werde.“

Die stürmische Zeit im März, als die Zweite in den Abstiegsstrudel stürzte und im Verein auch über den Trainer nachgedacht wurde, ist (vorerst) überstanden. Und doch hat sie vielleicht auch eine Rolle bei der Zukunftsplanung gespielt. „Das war kein Prozess von heute auf morgen, das hat sich so entwickelt“, sagt Kroll. Henning Schwardt attestiert ihm, „gute Arbeit geleistet“ zu haben und betont, die Gespräche in der letzten Woche seien „total tiefenentspannt“ gewesen: „Das ist der richtige Zeitpunkt für beide Seiten. Und die Mannschaft hat sich auch dafür ausgesprochen, die Saison mit dem Trainer zu beenden. Das sind wir uns gegenseitig schuldig.“

Wer in der nächsten Saison auf Kroll folgt, ist noch nicht entschieden. „Wir haben die Köpfe schon zusammengesteckt, aber da gibt es noch nichts Festes“, sagt Schwardt. Und doch liegt ein Name quasi auf der Hand – der von Libero Dariusz Sztorc. Der hatte schon vor einigen Monaten erklärt, dass er im Sommer mit nunmehr 44 Jahren seine aktive Karriere im Herrenbereich beendet. „Das ist ohne Zweifel seine letzte Saison“, bestätigt auch Schwardt. Und er gesteht: „Dariusz ist eine der Optionen.“ Sztorc verfügt als Spieler über reichlich Erfahrung und spielt bereits seit 2002 für den RSV – lange Jahre als Leistungsträger im Oberliga-Team, seit 2008 in der Reserve, die er als Abwehrchef mitentscheidend von der 1. Kreisklasse bis in die Bezirksliga führte. Seit dieser Zeit ist der gebürtige Pole der Spieler mit den meisten Einsätzen und wenigsten Ausfällen.

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