Nach der 0:7-Schmach in Verden soll eine Einigung mit Iscan und Schulwitz her

Fitschen funkt S.O.S.

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Verden jubelt, für Mathis Wulff (vorne) ist die Partie früh vorbei – er sah Rot.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Auch am Tag nach der Schmach von der Aller, der 0:7-Blamage beim Landesliga-Aufsteiger FC Verden 04, war Jan Fitschen nicht besonders gut auf einige seiner Kicker zu sprechen.

„Die Jungs müssen sich hinterfragen. Von einigen, die schon drei, vier Jahre Oberliga-Erfahrung gesammelt haben, erwarte ich mehr. Und wer jetzt aus dem Spiel nichts gelernt hat, der lernt es auch nicht mehr!“, erwartet der Trainer des Rotenburger SV eine Reaktion im Auswärtsspiel beim MTV Dannenberg (Sonntag, 15 Uhr).

Die Niederlage hat in der Vereinsgeschichte schon eine historische Dimension, war es doch die höchste Pleite seit dem 25. April 2012, als es in der Oberliga ein 0:9 gegen den BV Cloppenburg gegeben hatte. In der Landesliga war es zuletzt vor sechs Jahren gewesen, als der RSV ein 0:7 bei Teutonia Uelzen kassiert hatte – damals hieß die Klasse noch Bezirksoberliga.

Dabei war der RSV nach dem Oberliga-Abstieg eigentlich sehr gut mit zwei Siegen aus zwei Spielen in die Landesliga gestartet. „Nach dem Verdener 1:0 sind wir auch noch gut ins Spiel gekommen – bis zur Roten Karte, dann lief vieles schief“, meint Mittelfeldspieler Ercan Baris. Der Platzverweis gegen Mathis Wulff darf aber nicht als einzige Entschuldigung für insgesamt sieben Gegentore herhalten – gleichwohl ist es bereits der dritte der noch jungen Saison. Zuvor hatte es bereits Christoph Drewes (Gelb-Rot) und im Pokalspiel beim TSV Etelsen Jelle Röben (Rot) erwischt.

Kommentar: Auch die Kaderplanung hinterfragen

„Wenn man so ein Verletzungspech hat und die absolut überflüssigen Platzverweise sieht, dann ist der Kader zu dünn“, räumt Geschäftsführer Joschka Kleber ein. Nur 19 Mann stehen Fitschen insgesamt zur Verfügung, am Sonntag gegen Dannenberg aber vermutlich nur elf fitte Akteure – wenn Mirko Peter (Schlag auf den Oberschenkel) denn spielen kann. Anleihen bei der Reserve, die schon heute spielt, können „keine Dauerlösung sein“, sagt Fitschen.

Immerhin scheint sich der Verein in der „Hängepartie“ mit Atilla Iscan näher als bisher mit dem Offensivspieler gekommen zu sein. Der Verdener, letzte Saison Top-Torschütze an der Wümme, könnte womöglich schon am Sonntag wieder einsteigen. „Eigentlich sind wir uns ziemlich einig mit ihm, nur die Mobilität ist das Problem“, sagt Kleber. Auch im Fall von „Aushilfskraft“ Maximilian Schulwitz, der bisher vier Mal spielte und ohne Tor blieb, steht die Klärung aus: „Er hat eine Erwartung, wir müssen uns im Vorstand noch einig werden“, so der Geschäftsführer.

Er verfolgte die Niederlage in Verden „bis zum bitteren Ende“ und erinnert daran, dass „wir letztes Jahr noch zwei Klassen höher waren. Da hat unsere Zweite noch Verden geschlagen.“ Kleber ist aber überzeugt, dass Coach Fitschen die Mannschaft noch erreicht: „Die Ergebnisse davor sagen mir ja“, betont er. Und Ercan Baris verspricht Besserung: „In Dannenberg holen wir uns die Punkte.“

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