Sottrums Handballer steigen nach 34:38 in Stedingen ab / Ein Tor schlechter als Zeven / „Zu dumm“

Das Muttertagsgeschenk bleibt aus

Applaus vom niedergeschlagenen Team: Sottrums Handballer – hier mit Sascha Nijland, Eric Kruse, Oliver Marcy und Christian Warschke (v.l.) – danken den zahlreichen mitgereisten Fans nach dem Abpfiff. ·
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Applaus vom niedergeschlagenen Team: Sottrums Handballer – hier mit Sascha Nijland, Eric Kruse, Oliver Marcy und Christian Warschke (v.l.) – danken den zahlreichen mitgereisten Fans nach dem Abpfiff. ·

Kreis-Rotenburg - Aus Lemwerder berichtetMatthias FreeseLEMWERDER · Eine Ära ging gestern zu Ende: Nach sieben Jahren müssen sich die Handballer des TV Sottrum aus der Landesliga verabschieden – die 34:38 (13:18)-Niederlage beim damit feststehenden Vizemeister und Relegations-Teilnehmer HSG Stedingen bedeutet den vorletzten Tabellenplatz und den sicheren Abstieg in die Kreisoberliga. „Wenn wir es nicht schaffen, dann gehören wir auch nicht in die Liga“, räumte Sottrums Routinier Eric Kruse trotz aller Enttäuschung ehrlich ein.

Wie eng es am letzten Spieltag jedoch zuging, zeigt nicht nur die wechselvolle Geschichte dieses Spiels, sondern auch das Tabellenbild: Der TuS Zeven (24:32 gegen Meister TSV Bremervörde II) belegt nur deshalb den drittletzten Rang, der noch auf den Klassenerhalt hoffen lässt, weil er in der Tordifferenz einen Treffer besser als Sottrum war.

Dabei hatte Ela Nijland, Physiotherapeutin des Wieste-Teams und gleichzeitig Mutter der beiden Rückraumspieler Benjamin und Sascha, vor der Partie einen klaren Wunsch ausgesprochen: „Ich habe zu den Jungs noch gesagt, das große Muttertagsgeschenk haben sie mir hier zu machen.“ Doch daraus wurde nichts, auch wenn fast 50 Sottrumer Fans unter den rund 150 Zuschauern das Team antrieben und es erst nach einer Überraschung aussah.

Bis zur 6:2-Führung machte der Gast in der Sporthalle in Lemwerder alles richtig, dann bis zur Pause vieles falsch. Der Rückraum kam kaum noch durch, die Anspiele an den Kreis waren schlecht, die Außen ziemlich tot. „Wir hatten zu viele technische Fehler und vermeidbare Ballverluste. Damit haben wir Stedingen ins Spiel gebracht“, meinte Eric Kruse. Zudem war Stedingens überragender Mittelmann Sönke Dierks (13 Tore) kaum zu stoppen. Die anfänglich nervösen Gastgeber, die unbedingt gewinnen mussten, um die Aufstiegsspiele zu erreichen, zogen auf 17:10 weg und gingen mit einem 18:13 in die Pause. Erst danach gelang es Sottrum mit Julian Eggert als Abwehrspitze, Dierks’ Kreise einzuengen und tatsächlich zum 23:23 durch den Siebenmeterschützen Dennis Neiß auszugleichen (43.). In dieser Phase agierte auch der Rückraum treffsicherer, wenngleich bis auf Aufbauspieler Henning Miesner und Keeper Max Schlusnus nur noch Kreisläufer Christian Warschke ein starkes Spiel zu attestieren war.

„Nach dem Ausgleich waren wir zu dumm, es clever weiterzuspielen. Wir haben es mit Geschnippel und kompliziertem Handball versucht. Und wir haben durch individuelle Fehler das Spiel verloren“, ärgerte sich Coach Norbert Kühnlein. Selbst eine ganz offensive Abwehr brachte sein Team nicht mehr entscheidend heran. Nach dem Sieben-Tore-Rückstand (26:33/ 51.) verkürzte Kruse nur noch auf 32:35 (56.). Doch meinte der Kapitän hinterher auch: „Die Leistung in der zweiten Halbzeit sorgt dafür, dass wir nicht mit einem ganz schlechten Gefühl aus der Saison rausgehen.“ Etwas Bitterkeit dürfte trotzdem nach sieben Jahren Landesliga bleiben.

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