1:8 gegen Hildesheim

Rotenburgs Danijal Muminovic spielt groß auf

Starker Auftritt: Danijal Muminovic zeigte sehenswertes Tennis mit langen Ballwechseln und guten Stopps.
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Starker Auftritt: Danijal Muminovic zeigte sehenswertes Tennis mit langen Ballwechseln und guten Stopps.

Rotenburg – „To!“ Immer wieder rief Danijal Muminovic laut „To!“. Es ist die Art, wie der Bosnier sich in seiner Muttersprache nach jedem wichtigen Punkt puscht. So wie sich andere Tennisspieler eben mit einem „Yes“ oder „Come on“ anfeuern. Die Nummer zwei des TC Grün-Weiß Rotenburg war im letzten Nordliga-Saisonspiel der einzige Akteur der Platzherren, der erfolgreich sein Einzel bestritt und Torben Otto vom Hildesheimer TC RW in einem hochklassigen Duell mit 6:1, 6:7, 10:3 bezwang. Während die Gäste mit dem 8:1 den Titel perfekt machten, beendeten dezimierte Rotenburger ihr Debüt in dieser Spielklasse punktlos als Tabellenletzter. Absteiger gibt es aufgrund der Corona-Situation jedoch nicht.

Muminovic wählte die bessere Taktik. Hatte er im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand egalisiert, um diesen noch mit 6:7 abzugeben, gönnte er sich vor dem entscheidenden Match-Tie-Break eine längere Pause und verabschiedete sich in Richtung der Umkleidekabinen. „Zehn Minuten Pause – das ist Wahnsinn“, ärgerte sich sein wartender Kontrahent Otto, der sich zuvor wegen einiger umstrittener Entscheidungen Diskussionen mit den Zuschauern geliefert hatte. Muminovic präsentierte sich nach seiner Auszeit im dritten Satz jedenfalls deutlich konzentrierter und treffsicherer. „Danijal hat es sehr gut gemacht. Er ist viel gelaufen, hat mit Druck gespielt und ab und zu mal einen Stoppball gesetzt“, lobte Trainer Zlatan Burina seinen Schützling aus Tuzla und ergänzte: „Man sieht, dass er sich weiterentwickelt hat.“ Insbesondere mit einem Stopp von der Grundlinie aus begeisterte er die Zuschauer.

Mittwoch geht es für den Bosnier zurück in die Heimat, nachdem er zwei Spiele für Rotenburg bestritten hat. In Quarantäne hatte er nicht gemusst, wie Burina berichtete, „weil er auf der ITF-Rangliste steht“. Einen Tag vor der Abreise nach Deutschland hatte er sich aber in Bosnien testen lassen – das Ergebnis war negativ, einem Einsatz stand nichts im Wege.

Und der war dringend nötig, denn erneut konnte Burina nur fünf Spieler aufbieten. Mit Sebastian Loss, Philipp Barautzki und Lars Rademacher fehlten gleich drei Stammkräfte verletzt, Vincent Wuttke (Praktikum in München) und Calvin Endom (privat verhindert) mussten ebenfalls passen. So halfen Nils Algeier und Simon Mattick aus der Zweiten aus – gegen Torsten Wietoska (1:6, 0:6) beziehungsweise den US-Amerikaner Adam Steryous (2:6, 2:6) waren sie chancenlos. Nicht besser erging es Tarik Burina im Spitzeneinzel gegen den Spanier Jose Francisco Vidal Azorin (1:6, 2:6) und Emir Burina gegen den ehemaligen Zweitligaspieler Friedrich Klasen (0:6, 1:6). Auch in den Doppeln waren die Burina-Brüder gegen Vidal Azorin und Wietoska (5:7, 2:6) sowie Muminovic und Algeier gegen Klasen/Steryous (1:6, 2:6) unterlegen.

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