Muharemi und Iscan treffen gegen Jeddeloh – RSV verliert trotzdem / Heißes Duell an der Seitenlinie

Frust, Freude, Frust – 2:3

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Gewühl vor dem Jeddeloher Tor: Dennis Janssen (2.v.l.) hat den Ball schon im Blick, Jannis Niestädt (Nummer 4) behindert aber Keeper Dennis Evers.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Bekim Murati schob Frust. Gleich zwei Mal bekamen das die Werbebanden im Ahe-Stadion zu spüren, außerdem rasierte der Stürmer die Grashalme mit seinen Stollen und kurz darauf Gegenspieler Keven Oltmer. An diesem Nachmittag wollte ihm einfach nichts gelingen. Und erst, als Murati angeschlagen ausgewechselt worden war, traf sein Rotenburger SV doppelt – am Ende unterlag der designierte Oberliga-Absteiger den auf Platz zwei rangierenden Gästen des SSV Jeddeloh aber mit 2:3 (0:1).

„Als Stürmer war das ein bisschen blöd“, räumte hinterher der neben Murati als zweite Spitze aufgebotene Yannik Malende ein. „Das war viel Laufarbeit, aber extrem schwer gegen die Defensive.“ Dennoch waren sie beim RSV mit sich zufrieden – besonders Coach Jan Fitschen fand viele lobende Worte: „Das war ein sehr gutes Spiel von uns. Die erste Halbzeit hatten wir sie doch im Sack. Und dass wir nach dem 0:2-Rückstand so zurückkommen, zeigt, dass die Mannschaft Charakter hat. Da kann ich nur den Hut ziehen.“

Kampf und Engagement stimmten in der Tat, allerdings überdeckt das knappe Resultat und die durchaus vorhandene Siegchance gegen offensiv keineswegs überzeugende Gäste auch ein wenig die spielerischen Mängel. Über weite Strecken wirkte der Auftritt des RSV ein wenig zerfahren, immer wieder fehlte nach einer gelungenen Aktion der Abschluss.

Stattdessen gab’s frühzeitig den Rückstand, weil der als Rechtsverteidiger aufgelaufene Dragan Muharemi den Ball am Sechzehner vertendelte, Keeper Henner Lohmann nach vorne abwehrte und Julian Bennert abstaubte (3.). Vor den Augen von „Spion“ Hansi Bargfrede, Trainer des Landesliga-Spitzenreiters Heeslinger SC, zeichnete sich Lohmann in der Folgezeit gleich mehrfach aus, während Murati mit der besten Chance an Jeddelohs Torwart Dennis Evers scheiterte (21.).

Das heißeste Duell lieferten sich jedoch an der Seitenlinie die beiden Trainer – das ausführliche Wortgefecht zwischen Jan Fitschen und Jeddelohs Olaf Blancke nach einem rüden Foul von Ansgar Schnabel an Atilla Iscan war auf der gegenüberliegenden und mit nur 85 Zuschauern besetzten Tribüne gut zu verstehen.

Im zweiten Durchgang fanden Flanken von Muharemi und Malende keine Abnehmer (jeweils 50.), Iscan verpasste gegen Evers (65.), ehe Jeddeloh eine Abwehrschwäche des RSV durch Keven Oltmer zur 2:0-Führung ausnutzte (73.). Was folgte, war die effektivste und beste Phase des RSV. Erst fällte Bastian Schaffer überflüssig Tim Ebersbach im Strafraum, sodass Muharemi vom Punkt verkürzte (81.), dann verwertete Iscan per sehenswertem Kopfball eine Muharemi-Flanke zum 2:2 (83.). „Gut rangekämpft und am Ende wieder nichts gewonnen – und das ist jetzt nicht das erste Spiel“, haderte auch Mittelfeldspieler Ercan Baris, weil seine Rotenburger noch einen Volleyschuss von Schnabel zum 2:3 kassierten (87.).

„Wir sind in keinem Spiel schlechter. Wir leisten uns nur immer Fehler, die zu Toren führen und nehmen selbst keine Geschenke an“, bemerkte Jan Fitschen und attestierte Christoph Drewes „ein bärenstarkes Spiel“. Allerdings hatte der Innenverteidiger die Tore zum 0:2 und 2:3 als unmittelbarer Gegenspieler nicht verhindern können. „Das ist auch schwer zu verteidigen, da ist er der letzte Mann in der Kette“, gab’s vom Coach die volle Rückendeckung.

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