50-Jähriger lässt sich nicht umstimmen und hört als Coach auf

Muches letzter Impuls

Nach dem Aus von Nils Muche (links) übernimmt der bisherige Co-Trainer Thorsten Misere vorübergehend den Posten als Chefcoach. Foto: Freese

Rotenburg - Von Lea Oetjen. Er hat sich gesammelt, hat die richtigen Worte gefunden, um seine Entscheidung zu erklären. Dass sich Nils Muche seinen Entschluss alles andere als leicht gemacht hat, ist ihm anzumerken. Aber es bleibt dabei: Der 50-Jährige ist nicht mehr Trainer der Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg – daran konnten auch die Überredungsversuche einiger seiner Spieler nichts mehr ändern. „Die elf Punkte, die wir bislang haben, reichen im Leben nicht, um die Klasse zu halten“, sagt Muche. Vielleicht brauche die Mannschaft „einfach einen neuen Impuls, einen letzten Schritt, um die Blockade in den Köpfen zu lösen“.

Das ist dem Vollblut-Trainer in dieser Saison nämlich nicht gelungen. „Egal, was ich versucht habe – ob Einzel- oder Gruppengespräche, Spaß-, Kraft- oder Konditionstraining. So richtig gefruchtet hat bei den Jungs irgendwie nichts“, bedauert Muche. Es ist kein Geheimnis, dass er sehr emotional und ehrgeizig ist – nicht umsonst gilt er im Verein als „Heidevulkan“. „Wir spielen halt nicht in der 3. Kreisklasse Nord, wo nichts als Spaß im Vordergrund steht“, betont er. „Die Oberliga sollte schon vom ganzen Team ernstgenommen werden.“ Und das sei in seinen Augen zuletzt nicht mehr der Fall gewesen. „Ich habe es nicht geschafft, der Mannschaft und vor allem den vielen Youngsters zu vermitteln, was es bedeutet, in einer so hohen Liga zu spielen“, vermutet Muche. „Der Einsatz einiger Spieler wurde gefühlt immer weniger.“ Daher habe er nun die Reißleine gezogen.

Hinzu kommt, dass der Coach das Gefühl hatte, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen. Bestes Beispiel sei da die Endphase gegen die HSG Delmenhorst. „Die Jungs haben genau das Gegenteil von dem gemacht, was ich von ihnen gefordert hatte. Das beschreibt die momentane Situation ziemlich gut“, meint er. Für Muche gäbe es „hunderte Punkte, die er von seinem Team verlange, die aber nicht in den Köpfen der Spieler drin sind“.

Daher wäre für ihn nicht sinnvoll gewesen, weiterzumachen wie bisher. „Ich bin nach Rotenburg gekommen, um mit der Mannschaft erfolgreich zu sein. Das klappt gerade nicht mehr“, erklärt Muche, betont aber: „Mein Aus heißt ja nicht, dass die Tür für immer zu ist. Für den Moment passt es halt nicht mehr. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben.“

Für ihn sei jetzt am wichtigsten, dass die Mannschaft den Klassenerhalt noch packt. Schließlich liege ihm der Verein sehr am Herzen. „Alle müssen jetzt zusammenhalten“, sagt er.

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