Muche soll verlängern

Das beste Argument der Mannschaft wäre ein Sieg gegen Bissendorf

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Manchmal brodelt es in Nils Muche (M.). Teammanager Michael Polworth (l.) will den emotionalen Coach unbedingt halten.

Rotenburg - Es war nur ein Satz – doch Nils Muche ließ genau mit dieser Aussage tief blicken: „Das gibt mir für die Zukunft zu denken“, stellte der enttäuschte Coach des TuS Rotenburg nach der jüngsten Pleite seines TuS Rotenburg in der Handball-Oberliga bei der TSG Hatten-Sandkrug fest. Da wäre es von Vorteil, wenn das Team ihn am Sonntag (17 Uhr) in der Pestalozzihalle im letzten Hinrundenspiel gegen den Tabellenzweiten TV Bissendorf-Holte mit einem Sieg milde stimmen würde – allein schon wegen der Zukunftsplanung.

„Wir wollen gerne mit ihm verlängern und sind zurzeit in Gesprächen“, bestätigt Teammanager Michael Polworth. Die Undiszipliniertheiten einiger Spieler während der Partie in Sandkrug könnten damit zum unpassendsten Zeitpunkt gekommen sein. Seit 2015 ist Muche beim TuS Rotenburg. Mit seiner ehrlichen, emotionalen und bisweilen aufrüttelnden Art kommt der Schneverdinger gut an und hat sportlichen Erfolg – unter ihm gelang der Aufstieg in die Oberliga und ein überragendes erstes Jahr. Doch wenn die Mannschaft seine Anweisungen nicht umsetzt, kann er auch explodieren und zum Irrwisch werden. So wie gegen Hatten-Sandkrug.

„Die Jungs stehen in der Pflicht. Ich gehe davon aus, dass eine andere Einstellung zu sehen sein wird“, betont Muche. „Inwieweit das Team eventuell aufgrund der letzten Dinge geändert wird, weiß ich noch nicht.“ Er denkt zumindest darüber nach. Nicht ausgeschlossen, dass auch Spieler der Zweiten in den Kader rücken. Am Dienstag gab es noch einmal klare Worte. Und auch Polworth war in den vergangenen Tagen häufiger als üblich mit dem Trainer in Kontakt.

Der Teammanager sieht den bisherigen Saisonverlauf übrigens trotz der ausgeglichenen Bilanz von 12:12 Zählern durchaus kritisch. „Ich gehe davon aus, dass wir sechs Punkte verschenkt haben“, denkt er an die Spiele bei der SG Achim/Baden, beim VfL Fredenbeck und jetzt in Sandkrug. Gegen Bissendorf-Holte wartet im letzten Hinrundenspiel noch ein großer Happen, insbesondere Spielmacher Christian Rußwinkel (85 Tore) gilt es zu beachten. Allerdings spricht die Bilanz für die Wümme-Sieben, die vergangene Saison beide Spiele gewonnen hat. „Wir wollen mit einem positiven Punktekonto in die Pause gehen“, betont Polworth. 

maf

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