Nach Rücktritt im Januar steigt der Coach zur neuen Saison wieder ein

Muche macht‘s noch mal

Immer mit vollem Einsatz dabei: So kennen die Zuschauer in Rotenburg Trainer Nils Muche. Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Ohneeinander geht es scheinbar doch nicht. Vor etwas mehr als drei Monaten hatte Trainer Nils Muche die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg aus eigenen Stücken verlassen, weil er glaubte, die in den Abstiegskampf getaumelte Mannschaft mit seinem Rücktritt wachrütteln zu können. Jetzt kehrt der 50-Jährige zurück zum Wümme-Club und nimmt seine Arbeit zur neuen Saison wieder auf. „Ich hatte beim Gehen schon gesagt, dass ich nicht weg bin. Aber ich hatte auch nicht gedacht, dass ich so schnell wieder da sein würde“, gesteht Muche.

Wann der Hufschmied aus Schneverdingen seine Arbeit beim TuS Rotenburg wieder aufnimmt, ist aufgrund der Corona-Pandemie unklar – den Vertrag hat er bisher noch nicht unterzeichnet. Auch ein Saisonbeginn steht noch nicht fest. „Vielleicht kann so eine lange Pause den Spielern einen Schub geben, weil sie danach alle wieder richtig Bock auf Handball haben“, meint Muche. Während das Team noch bis Anfang März gespielt hatte, ehe die Saison erst unter- und schließlich abgebrochen wurde, pausiert Muche schon sechs Wochen länger.

Erst hatte Co-Trainer Thorsten Misere seinen Job interimsweise übernommen, dann war Jörg Leyens verpflichtet worden. „Meine Intention war ja, mit meinem Rücktritt den Strudel, in den wir geraten waren, irgendwie aufzuhalten. Ich hatte gehofft, es gibt einen Impuls. Doch in diesem Fall hat das nicht geklappt“, bemerkt Muche.

„Er hat sein letztes Ass aus dem Ärmel gezogen, aber vielleicht lag es doch am Team“, mutmaßt Teammanager Johann Knodel. Denn: Auch unter den Nachfolgern gab es keine Wende, sondern fünf Niederlagen sowie den Sturz bis auf den vorletzten Platz. Leyens stieg noch im März aus beruflichen Gründen wieder aus. Da es aufgrund des Saisonabbruchs jedoch keine Absteiger gibt, dürfen auch die Rotenburger weiter in der Oberliga verbleiben.

Und dort möchte Muche seine viereinhalbjährige Zeit nach der Pause nun fortsetzen. „Letztlich ist es mir egal, welche Klasse es ist. Davon hätte ich es nicht abhängig gemacht. Aber natürlich will ich jetzt auch Oberliga spielen“, betont er. „Mit einer schlagkräftigen Mannschaft, in der der eine oder andere Spieler eventuell eine neue Aufgabe bekommt. Und möglichst auch mit der einen oder anderen Verstärkung.“

Doch wie das nächste Saison aussieht, steht aktuell noch nicht fest. „Es gibt noch einige offene Fragen, die von unserem Management geklärt werden müssen“, weiß der alte und neue Coach. „Ja, es gibt noch ein paar Fragezeichen“, bestätigt Knodel. Noch fehlen die Zusagen einiger Leistungsträger – und die Gewissheit bei manchen Spielern, ob sie Studium und Handball in Rotenburg unter einen Hut bekommen.

Doch für die wohl dringendste Personalie ist mit der Verpflichtung Muches schon mal eine Lösung gefunden worden. „Wir haben mit Nils einen Trainer, der das Maximum aus den Spielern herausholt – das hat er jahrelang bewiesen“, ist Knodel überzeugt. „Und die Jungs finden das auch alle gut, dass er zurück ist“, ergänzt der Teammanager.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Welche Kanareninsel ist die richtige für mich?

Welche Kanareninsel ist die richtige für mich?

Urlaub zwischen Pyramiden und Palmen auf Yucatán

Urlaub zwischen Pyramiden und Palmen auf Yucatán

Nach Gnabry-Schreck: Perfekter Bayern-Start gegen Atlético

Nach Gnabry-Schreck: Perfekter Bayern-Start gegen Atlético

Lukaku verhindert Gladbacher Traumstart in die Königsklasse

Lukaku verhindert Gladbacher Traumstart in die Königsklasse

Meistgelesene Artikel

Positiver Test: Corona-Fall beim Rotenburger SV II

Positiver Test: Corona-Fall beim Rotenburger SV II

Positiver Test: Corona-Fall beim Rotenburger SV II
„Doppel D“ – Wissen mit Witz

„Doppel D“ – Wissen mit Witz

„Doppel D“ – Wissen mit Witz
Vierfacher Corona-Verdacht: „Vissel“ verzichtet auf die Punkte und tritt nicht an

Vierfacher Corona-Verdacht: „Vissel“ verzichtet auf die Punkte und tritt nicht an

Vierfacher Corona-Verdacht: „Vissel“ verzichtet auf die Punkte und tritt nicht an
Rassismus-Vorwurf in der Kreisklasse

Rassismus-Vorwurf in der Kreisklasse

Rassismus-Vorwurf in der Kreisklasse

Kommentare