Der TuS Rotenburg startet mit einem verjüngtem Kader in die neue Saison

Muche läutet den Umbruch ein

Verjüngungskur: Die Neuzugänge Daniel Barkholdt (20), Chris Ole Brandt (18), Matthis Köhlmoos (18) und Tim Kesselring (20/v.l.) senken den Altersschnitt im Rotenburger Team erheblich – auf nunmehr knapp unter 23 Jahre. Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der Umbruch ist unverkennbar. Das lässt sich bereits am Altersschnitt erkennen, der von 24 auf unter 23 Jahre gefallen ist. „Mein persönliches Ziel ist es, die Mannschaft so weiterzuentwickeln, dass sie auch in den nächsten Jahren ein hohes Niveau spielen kann. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden“, sagt Nils Muche. Dem Trainer des Handball-Oberligisten TuS Rotenburg ist durchaus bewusst, dass seinem Team kein leichtes Jahr bevorsteht. „Die Liga ist seit langem die stärkste Nordsee-Staffel. Es gibt keine schlechten Mannschaften!“ Sein Titelfavorit: Der Vorjahresvierte TV Cloppenburg.

„Es wird sicherlich kein Spaziergang. Gerade durch Mannschaften wie den ATSV Habenhausen, die SG Varel/Altjührden, den TV Bissendorf und Cloppenburg werden die oberen Tabellenplätze schon reserviert sein“, pflichtet Linksaußen Lukas Misere seinem Trainer bei. Und er fügt an: „Wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen und müssen zusehen, dass wir auswärts mehr Konstanz reinbekommen.“ Eine gute Marschroute, denn in fremder Halle spielte der Vorjahresachte in der vergangenen Serie selten sein Potenzial aus. Nur ein Auswärtssieg beim Absteiger TSV Bremervörde stand auf der Habenseite, dafür gab es aber so manche hohe Niederlage.

Zu Hause, ohne Backe, gab es 20:6 Punkte. Das von der Konkurrenz oft kritisierte Harz-Verbot in der Pestalozzihalle ist jedoch nicht nur ein Vorteil für die Rotenburger. Muche verdeutlicht: „Sonst hätten wir eine noch schlagkräftigere Mannschaft. Es gibt Eigengewächse, die woanders spielen, weil sie ohne Klebe keinen Bock haben. Man darf es tatsächlich nicht unterschätzen. Ohne Backe ist jeder Pass, jedes Fangen, jedes Risikospiel, jeder Wurf und jede Parade anders.“

Matthis Köhlmoos, Chris Ole Brandt (beide aus der Bundesliga-A-Jugend des TV Oyten) sowie Tim Kesselring, Daniel Barkholdt, Jan Nowosadtko und Michael Bauer aus der Zweiten haben trotzdem Ja gesagt. „Dass sie Handball spielen können, steht außer Frage“, sagt Lukas Misere und findet, „dass wir eine sehr gute Mischung in Team haben“. Und einen Low-Budget-Kader, wie Muche es nennt: „Wir wissen, was wir können. Wir wissen, wo wir herkommen und dass wir nicht die Möglichkeiten wie andere haben.“ Statt teurer Investitionen setzt Rotenburg weiter auf die eigenen Talente – und neuerdings eine dritte Trainingseinheit.

Klaas-Marten Badenhop, Johann Knodel, Fabian Knappik und Patrick Zahn gehören künftig nicht mehr dazu – mit ihnen geht jede Menge Erfahrung verloren. Auch Jens Koch, im Rückraum flexibel einsetzbar, hat sich aufgrund seines Hausbaus mit viel Eigenleistung in dieser Saison eine Auszeit erbeten.

Der Konkurrenzkampf tobt derweil im Kasten. Yannick Kelm ist die klare Nummer eins, doch mit Köhlmoos, Denis Jäger und Michael Bauer erhoffen sich gleich drei weitere Keeper Einsatzminuten. „Angst habe ich vor der Saison nicht. Ich weiß, dass meine Jungs alle sehr viel Talent haben und auch gegen bessere Mannschaften bestehen können“, betont Muche.

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