Rotenburg gibt Sieg noch aus der Hand – 30:32

Muche kündigt Konsequenzen an

Kleines Tänzchen gefällig? Tim Kesselring (am Ball) nimmt Kontakt mit Delmenhorsts Jörn Janßen auf. Fotos: Freese
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Kleines Tänzchen gefällig? Tim Kesselring (am Ball) nimmt Kontakt mit Delmenhorsts Jörn Janßen auf.

Rotenburg - Dicke Luft unterm Dach! „Ich überlege mir jetzt Konsequenzen“, kündigte der völlig enttäuschte Nils Muche, Coach des Handball-Oberligisten TuS Rotenburg, nach der 30:32 (15:13)-Heimniederlage am Sonntagabend gegen die HSG Delmenhorst an. „Vielleicht muss da ein Impuls kommen.“ Die Wümme-Sieben hatte es nicht geschafft, ihren Vier-Tore-Vorsprung nach dem 28:24 durch Kilian Behrens (52.) ins Ziel zu bringen und steckt durch die überraschenden Siege der Konkurrenz mitten drin im Abstiegskampf.

„Das wird eine sehr unruhige Woche in Rotenburg“, vermutet auch Teammanager Michael Polworth. „Wir werden intensive Gespräche führen.“ Was Muche vor allem vermisste, war der nötige Wille und Einsatz bei manchen seiner Akteure. „Es geht hier ums Überleben, das ist hier Kampf“, merkte er an. In der Schlussphase der Partie, als die Delmenhorster Mario Reiser in der Deckung weit vorzogen, hatte Muche noch seine Taktiktafel in die Höhe gestreckt „Geduld“ stand darauf. Doch seine Mannschaft hielt sich nicht daran, schloss früh ab und schenkte etliche Bälle her. Die Quittung: 14 Sekunden vor dem Ende gelang Frederic Oetken die 31:30-Führung für die Gäste, mit dem Schlusspfiff warf Lennart Witt nach einem Ballverlust von Luka Bruns ins leere Rotenburger Tor. „Die letzten zwei Minuten kann ich mir nicht erklären“, rätselte Muche.

Waren sich die Hausherren vor 400 Zuschauern womöglich zu sicher? „Ich glaube, ein Stück weit ja. Aber du darfst dich zu keinem Zeitpunkt sicher fühlen“, meinte Lukas Misere, mit sieben Feldtoren noch bester Werfer. „Wir sind nicht mehr auf die Lücken gegangen und haben zu viele technische Fehler gehabt.“ Von der entstandenen Hektik ließen sich alle anstecken.

Vorbeigezogen: Lukas Misere lässt Torben Sudau stehen.

Hinzu kamen einige umstrittene Entscheidungen der Referees Dennis Bendtsen/Jens Peper (VfL Horneburg) im Laufe der Partie, die auch bei Muche den Puls emporschnellen ließen. „Ich habe es noch nicht einmal erlebt, dass die hier fair gepfiffen haben – auch wenn wir es selbst verkackt haben“, urteilte er. Bereits in der 14. Minute hätte Delmenhorsts Keeper Bassam Farasha Rot sehen müssen, als er nach dem 6:4 durch Lukas Misere eine klar erkennbare Tätlichkeit beging. „Ich habe eine Hand ins Gesicht bekommen“, bestätigte der Linksaußen. Es gab jedoch nur Gelb.

Kein Durchkommen für Max Nowosadtko (am Ball).

Zu diesem Zeitpunkt hatte Jens Behrens noch als Spielmacher auf dem Feld gestanden, kurz darauf kam Max Nowosadtko in seinem vorerst letzten Spiel vor einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt. Anfang der zweiten Halbzeit übernahm wiederum Tim Kesselring diesen Part von Behrens und avancierte neben Keeper Yannick Kelm (rund ein Dutzend Paraden) zum besten Rotenburger. Vier Tore und einen herausgeholten Siebenmeter steuerte der 20-Jährige bei. „Ein sensationelles Spiel“, attestierte Muche ihm. Dennoch schickte er Nowosadtko die letzten fünf Minuten wieder für Kesselring ins Spiel – „Tim war echt platt“, erklärte der Coach, der dann aber mitansehen musste, wie sein Team den Sieg noch aus den Händen gab.

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