Rotenburgs Keeper bleibt und wünscht sich „punktuelle Verstärkungen“

Muche beseitigt Kelms Zweifel

Sein Platz ist zwischen den Pfosten: Schlussmann Yannick Kelm hat seine Zusage gegeben und bleibt für ein weiteres Jahr beim Handball-Oberligisten TuS Rotenburg. Foto: Freese

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. In den vergangenen Wochen hat Yannick Kelm viel nachgedacht und einige Gespräche mit vertrauten Personen geführt. Er musste sich über seine sportliche Zukunft austauschen. Soll er in die sechste Saison mit dem Handball-Oberligisten TuS Rotenburg gehen oder lieber zurück zu seinem Heimatverein HSG Heidmark in die Verbandsliga wechseln? Die Pro- und Kontraliste ist abgearbeitet, der Entschluss gefasst. Kelm freut sich über seine Entscheidung und verkündet: „Ich bleibe.“

Über diese Nachricht zeigt sich Rotenburgs Teammanager Johann Knodel sehr erfreut. „Yannick ist enorm wichtig für uns. Ohne ihn wäre die Oberliga extrem schwer. Damit hat der zweite Leistungsträger (wie bereits berichtet bleibt auch Goalgetter Lukas Misere, Anm. d. Red.) seine Zusage gegeben, darüber sind wir sehr froh. Nun können unsere Planungen weitergehen“, sagt der 34-Jährige.

Dabei sah es anfangs gar nicht danach aus, dass Kelm weiterhin im Rotenburger Tor stehen würde. Seit mehreren Monaten ist der Keeper unzufrieden und hat die Lust am Handballspielen verloren. „Da haben mehrere Faktoren eine Rolle gespielt. Es war ein schleichender Prozess, der aber nichts mit dem sportlichen Misserfolg zutun hatte. Am Ende war es echt schwierig, mich zum Training aufzuraffen“, erzählt Kelm offen.

Trotz des unguten Gefühls will er sich und dem Wümme-Club aber eine Chance geben, dass sich ein paar Dinge ändern und somit der Spaß bei ihm zurückkommt. „Es soll nicht alles negativ und schlecht klingen. Wenn an den richtigen Stellschrauben gedreht wird, ist alles gut. Ich freue mich auf die neue Saison und stehe voll hinter meiner Entscheidung“, betont der 27-Jährige.

Sein Heimatclub HSG Heidmark, der jedes Jahr aufs Neue versucht, Kelm zurückzuholen, muss also weiterhin ohne seinen „verlorenen Sohn“ planen. „Ich bin mittlerweile auch in Rotenburg verwurzelt und will die Zeit nicht einfach über den Haufen werfen. Ich habe ein gutes Gefühl, weiterhin hier zu spielen“, erklärt der gebürtige Dorfmarker. Eine Personalie hat ihm dabei die Entscheidung etwas leichter gemacht – die erneute Zusage von Coach Nils Muche. Der Trainer kehrte im April – nur drei Monate nach seinem Rücktritt – zurück an die Wümme. „Wir waren und sind im ständigen Austausch. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Seine Rückkehr hat auf meine Entscheidung auf jeden Fall Einfluss genommen“, verrät der Torwart.

Kelm macht keinen Hehl daraus, dass der „geschenkte“ Klassenerhalt durch den Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie seinem Team in die Karten gespielt hat. „Natürlich bin ich davon überzeugt, dass wir es sportlich noch geschafft hätten. Auch wenn die letzten Ergebnisse nicht für uns gesprochen haben. Ich bin aber auch nicht böse, dass die Wertung so ausgefallen ist“, sagt Kelm mit einem Grinsen im Gesicht.

Gleichzeitig richtet er seinen Blick aber auch mit erhobenem Zeigefinger in Richtung neue Spielzeit: „Die abgebrochene Saison sollte uns allen ein großer Warnschuss gewesen sein.“ Schließlich lag der TuS Rotenburg zuletzt mit 11:27 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Jeder hat hoffentlich begriffen, dass es mit halber Kraft nicht reicht. Punktuelle Verstärkungen wären sicherlich nicht verkehrt. Ich bin guter Dinge, dass es mit unserem Team wieder bergauf geht“, so der Keeper optimistisch.

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