Motorsportler des MSC Eichenring feiert auf dem Wümmering sein Comeback

Günter Bünning will „nichts übers Knie brechen“

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Günter Bünning schraubt derzeit viel an seiner Maschine herum. Der 54-Jährige feiert am Wochenende auf dem Wümmering beim Sandbahnrennen des MSC Mulmshorn nach 14 Jahren sein Comeback bei den B-Solisten.

Scheessel - Von Mareike Ludwig. Er will es noch mal wissen: Günter Bünning steigt nach 14 Jahren wieder aufs Motorrad und feiert am Wochenende sein Comeback. Beim Sandbahnrennen des MSC Mulmshorn stellt sich der 54-Jährige im Rahmen des Halbfinallaufs zur Europameisterschaft am Sonntag ab 11.45 Uhr der Konkurrenz der B-Solisten. Im Vorfeld haben wir mit dem Motorsportler des MSC Eichenring über seinen Wiedereinstieg gesprochen.

Herr Bünning, wie kamen Sie darauf, nach so langer Zeit wieder aufs Motorrad zu steigen?

Günter Bünning: Ich habe hin und her überlegt, schließlich habe ich eine Maschine in der Garage stehen. Im Winter habe ich dann viel am Motorrad herumgeschraubt und es wieder fertig gemacht. Dann kam der Entschluss, aus Spaß an der Freude zu fahren.

Ihr Sohn Keijo war auch ein erfolgreicher Fahrer. Er hat im vergangenen Jahr bereits seine Karriere beendet. Wie haben Sie seine Entscheidung aufgenommen?

Bünning: Ich habe immer gesagt, wenn er nicht mehr will, ist Schluss. Ich habe mich damit abgefunden.

Was war es für ein Gefühl, als Sie nun das erste Mal wieder gefahren sind?

Bünning: Das war schon sehr ungewohnt. Als ich die Maschine angeschoben habe und dann die Startgerade runtergefahren bin, war es ein merkwürdiges Gefühl. Ich muss mich erstmal wieder herantasten. Ich habe mich körperlich nämlich nicht drauf vorbereitet.

Hatten Sie während des ersten Trainings auch Angst, dass etwas passieren könnte?

Bünning: Nein, Angst darf keine Rolle spielen, ansonsten funktioniert es nicht. Man muss vom Kopf her frei sein. Ich bin aber viel vorsichtiger geworden.

Sie hatten 1999 einen schweren Unfall, bei dem Sie sich das linke Bein und einen Wirbel gebrochen hatten. Zudem war auch noch ein Wirbel verschoben. Haben Sie dadurch heute noch Beeinträchtigungen?

Bünning: Das war schon eine harte Nummer, schließlich musste ich lange im Rollstuhl sitzen. Ich bin aber nicht kleinzukriegen. Mein Wille ist da, mittlerweile bin ich wieder vollständig gesund.

Nun gehen Sie am Sonntag wieder bei einem Rennen an den Start. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Bünning: Das Feld ist nicht schlecht. Von den insgesamt 16 Startern kommen die besten acht Fahrer ins Hauptrennen. Wenn alles gut läuft, müsste ich es aber schaffen, mich für die Hauptläufe zu qualifizieren. Ich werde aber nichts übers Knie brechen. Mit Gewalt wird nichts gemacht. Ich schaue einfach, wie weit ich komme. Ehrgeiz ist natürlich immer noch da.

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