Spieler des Wochenendes

Unterstedts Moderau nutzt die Freiheiten

Daniel Moderau streckt die Zeigefinger in die Luft, hält den Kopf in den Nacken und steht auf dem Rasen.
+
Zwei Finger zum Himmel: Daniel Moderau nach seinem ersten Saisontreffer für die SG Unterstedt.

Daniel Moderau entschied mit seinem Doppelpack das Kreisliga-Duell für seine Unterstedter. Am Ende musste der Torjäger allerdings verletzungsbedingt runter.

Unterstedt – Nach dem Abpfiff saß Daniel Moderau noch einen Augenblick auf dem weißen Plastikstuhl neben der Bank, da gaben ihm seine Mitspieler schon wohlgemeinte Tipps, wie er schnell wieder fit würde. Der Stürmer des Fußball-Kreisligisten SG Unterstedt, der kurz vor Schluss mit einer Zerrung ausgeschieden war, könnte sich mit einem anderen Ratschlag revanchieren. Schließlich wusste er als Einziger der Offensiv-Abteilung die überfordert wirkende Abwehr des TSV Gnarrenburg zu knacken. Zweimal gelang ihm das beim 3:1-Sieg.

Die Augen geschlossen, den Kopf in den Nacken gelegt, die Zeigefinger gen Himmel gestreckt – mit dieser Geste bejubelte Moderau sein erstes Saisontor. „Ich bin ja einer, der immer ein bisschen braucht“, meint er. Wohlwissend, dass ihn vergangene Woche eine Schleimbeutelentzündung in der Hüfte außer Gefecht gesetzt hatte. „Aber die Spiele davor war Daniel schon sehr auffällig“, bemerkt Trainer Uwe Delventhal und macht dafür auch die veränderte Position des 23-Jährigen verantwortlich: „Wir haben ihn mehr ins Zentrum gezogen. Dadurch kriegt er viel mehr Bälle und kann seine Qualitäten ausspielen.“ Dass die vorhanden sind, ist unbestritten, schließlich stand Moderau auch schon in 63 Landesliga-Spielen für den TSV Ottersberg auf dem Platz, ehe er vor zweieinhalb Jahren nach Unterstedt zurückkehrte.

„Die neue Position tut mir sehr gut“, findet er selbst. War er in der Vergangenheit eher auf dem Flügel im Mittelfeld zu finden, ist er nun eine Reihe weiter nach vorne gerückt. „In dieser neuen Formation habe ich mehr Aktionen und bin viel mehr ins Spiel eingebunden“, sagt er. Im System mit zwei Stürmern übernimmt Moderau den variablen Part und weicht auch mal auf die Flügel aus – „ich habe ein bisschen mehr Freiheiten“, weiß er. Und kann diese für sich und die Mannschaft nutzen. War er bei seiner ersten Großchance noch zu weit abgedriftet, vollstreckte er in der 29. Minute gekonnt. Ebenso wie beim wichtigen 2:1 (70.), als die Unterstedter sich nach der Roten Karte gegen Theo Kettenburg schon in Unterzahl befanden.

Nur eine Szene dürfte seinen Trainern nicht so gut gefallen haben. In der 88. Minute ließ Moderau sich hinter der Torauslinie mit schmerzverzerrtem Gesicht nieder, um anschließend humpelnd und sich an den linken Oberschenkel hinten greifend von den Mitspielern Phillip Krüger und Christopher Hesse zur Bank gebracht zu werden. „Das wird eine Zerrung sein, kein Muskelfasserriss“, gab Moderau aber bereits Entwarnung.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Hurricanes: Nur 200 Fans dürfen bei den Spielen in Scheeßel noch rein

Hurricanes: Nur 200 Fans dürfen bei den Spielen in Scheeßel noch rein

Hurricanes: Nur 200 Fans dürfen bei den Spielen in Scheeßel noch rein
Ex-DFB-Präsident Grindel: „Koch hat viel Schaden angerichtet“

Ex-DFB-Präsident Grindel: „Koch hat viel Schaden angerichtet“

Ex-DFB-Präsident Grindel: „Koch hat viel Schaden angerichtet“
Greve findet die Quote „krass“

Greve findet die Quote „krass“

Greve findet die Quote „krass“
„Bronzemedaille ist für uns Gold wert“

„Bronzemedaille ist für uns Gold wert“

„Bronzemedaille ist für uns Gold wert“

Kommentare