Chancen ohne Ende vergeben

Moderau erlöst die SG Unterstedt

Daniel Moderau läuft mit dem Ball über die Grätsche eines Gegners.
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Durch den Gnarrenburger „Stangenwald“: Daniel Moderau (am Ball) war der auffälligste Unterstedter und erzielte nicht von ungefähr zwei Tore beim 3:1-Sieg.

Die SG Unterstedt hat sich ziemlich schwer getan. Der Kreisligist vergab in der Anfangsphase zahlreiche Torchancen und spielte die letzten Minuten nur noch zu neunt.

Unterstedt – Theo Kettenburg hatte den langen Weg um den Platz wortlos und gefrustet zurückgelegt – und dann das: Die Tür zum neuen Umkleidehaus war verschlossen! Also ließ sich der Innenverteidiger des Fußball-Kreisligisten SG Unterstedt, der in der 60. Minute Rot nach einer Notbremse gegen Matthis Lemmermann gesehen hatte, direkt davor nieder und sah von dort, wie seine Kollegen in Unterzahl noch den 3:1 (1:1)-Heimsieg einfuhren.

3:1 – also alles gut? Mitnichten. Denn: Der Titelaspirant hat momentan ein ganz offensichtliches Manko – er trifft trotz bester Möglichkeiten zu selten das Tor. „Was wir an Chancen verhühnern!“, stellte auch der dieses Mal nicht das Tor hütende Keeper Phillip Krüger kopfschüttelnd fest. „Die Chancenverwertung ist katastrophal“, wusste auch Coach Uwe Delventhal: „80 Prozent Ballbesitz heißt ja nicht automatisch, dass man das Spiel gewinnt.“

Gefrustet: Theo Kettenburg sah Rot.

Wie gut für die Gastgeber, dass Daniel Moderau nach einem halben Dutzend klarster Führungsmöglichkeiten in der 29. Minute den „Fluch“ beendete und frei vor Keeper Nico Sommer auftauchend vollendete. Schlecht für die Unterstedter, dass sie sich in dem scheinbar geplatzten Knoten selbst wieder verhedderten und 70 Sekunden später das 1:1 durch Andre Ropers gestatteten. „Es läuft sehr glücklich für uns“, fand sogar Gnarrenburgs Co-Trainer Simon Peters angesichts der drückenden Überlegenheit der Grün-Weißen. „Die haben uns viele Räume angeboten“, meinte Moderau. „Deshalb haben wir uns in der Halbzeit gesagt, dass wir weitermachen und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen wollten.“

Doch das geschah beinahe, als Theo Kettenburg vor dem eigenen Strafraum auf Kosten des Platzverweises klärte. Unterstedts Offensivkraft Jonathan Orth, der noch auf seine Einwechslung wartete, blieb „zuversichtlich“, wie er betonte. Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, nutzte erneut Moderau einen von Simon Maruhn durchgesteckten Pass zum 2:1 (70.). Kapitän und Innenverteidiger Florian Liszkowski erhöhte mit einem Flachschuss gar auf 3:1 (77.), während Orth kurz zuvor zwar eingewechselt worden war, aber zehn Minuten später mit einer Zerrung wieder runter musste.

Kristan Baden (2.v.l.) steigt regelkonform zum Kopfball hoch. Aber wo ist Hannes Kettenburgs Hand?

Bitter für die Unterstedter, dass sie nicht mehr als vier Auswechselspieler auf dem Bogen und ihr Wechselkontingent somit bereits aufgebraucht hatten. So mussten sie in der Schlussphase in doppelter Unterzahl agieren, nachdem auch Moderau mit einer Zerrung ausgeschieden war. Immerhin: Mit Tobias Delventhal hat sich ein Torjäger fit wieder zurückgemeldet. Und auch der Pass des in Bulgarien studierenden Wolfgang Pesch (zuletzt in der Oberliga Hamburg aktiv) liegt mittlerweile wieder bei seinem Heimatverein.

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