ANPFIFF Kreisliga

Rotenburger SV II: Mit Völker als Führungskraft

Willkommen: Patrik Czichos (2.v.r.) begrüßt mit Marcel Riffel, Edis Din und Ammar Jaafar (von links) drei sichere Neuzugänge im Team.
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Willkommen: Patrik Czichos (2.v.r.) begrüßt mit Marcel Riffel, Edis Din und Ammar Jaafar (von links) drei sichere Neuzugänge im Team.

Rotenburg – Während Patrik Czichos den Kader für die neue Saison in der Fußball-Kreisliga vorstellt, kommt er schnell ins Stocken. Der Trainer des Rotenburger SV II nimmt sich einen kurzen Moment, denkt nach und räumt anschließend ein: „Ich weiß, das sind echt wenige Spieler.“ Das sei allerdings genau der Plan, den der Wümme-Klub verfolgt, um für einen Neuanfang zu sorgen. In der neuen Saison soll nämlich aus der zweiten Herren des Rotenburger SV eine U 23 werden. „Das ist unser Ziel. Wenn man sich den Kader der Ersten anguckt, liegt es auf der Hand, dass noch ein paar Spieler zu uns stoßen werden“, betont Czichos.

Bestes Beispiel: Marcel Riffel. Der 19-Jährige war in der Sommerpause vom JFV Verden/Brunsbrock an die Wümme zurückgekehrt, um den Sprung in die Oberliga zu versuchen. Noch ist dieser aber zu groß, sodass er nun fest zum Kader der Reserve gehört. „Einige Jungs brauchen noch ein bisschen Zeit. Wir wollen über kurz oder lang eine Mannschaft formen, in der jeder Spieler auch für die erste Herren eine Rolle spielen kann“, erläutert der 40-jährige Coach. Er ist optimistisch, dass genau das gelingt.

Schließlich sei der Kontakt zu Tim Ebersbach, Coach der Oberliga-Mannschaft, sehr gut und vor allem transparent. Daher sei geplant, „für jede Partie einen starken Block an Spielern der ersten Herren herunterzuholen“, so Czichos. Das muss auch so sein. Schließlich dürfte es mit dem restlichen Kader, dem „Stammkader“, wie Czichos ihn nennt, ansonsten schwierig werden. Dass 16 Spieler – von denen zwei Keeper sind – für eine konkurrenzfähige Mannschaft nicht reichen, weiß auch der neue Trainer. Ab dem Frühjahr will er zudem auf bis zu zehn Spieler aus der U 18 zurückgreifen. „Der Nachwuchs soll fest ins Team mit eingebaut werden. Die Rotenburger Jungs sollen bei uns ihren Weg in den Herrenbereich gehen“, betont er.

Stenogramm

Rotenburger SV II

Zugänge: Jannis Koffmane, Janis Schwarzkopf (beide nach Pause), Edis Din (TuS Westerholz), Hussen Kenj (TV Stemmen), Dogan Örper (VfL Visselhövede), Leonardo Sopacua (Indonesien), Ammar Jaafar (eigene Vierte)., Marcel Riffel (JFV Verden/Brunsbrock).

Abgänge: Noah Jagusch, Roman Prokopenko (beide TSV Ottersberg), Daniel Reuter (eigene Erste), Janno Hornig, Kay Slominski (beide SG Unterstedt).

Kader: Tor: Tobias Miesner, Lukas Mensing - Abwehr: Jannis Schwarzkopf, Jannis Koffmane, Keno Frenz, Tobias Dyck, Jewgenij Teichreb - Mittelfeld: Dogan Örper, Aziz Arnavutoglu, Edis Din, Leonardo Sopacua, Marcel Riffel – Angriff: Mark-Michael Völker, Borreir Nasir, Hussen Kenj, Ammar Jaafar.

Trainer: Patrik Czichos

Favoriten: TuS Bothel, SG Unterstedt, Bremervörder SC.

Saisonziel: Den Umbruch zur U 23 einleiten, Klassenerhalt.

In der Theorie klingt der Plan gut, die Gegenwart sieht allerdings ein bisschen anders aus. Das ist auch Czichos bewusst: „Ich wusste, dass es echt schwer wird ... Aber ich bin immer wieder überrascht, wie schwer es wirklich ist“, offenbart er. Dass auf ihn und seine Mannen eine echte Mammutaufgabe wartet, spürt er. „Wir sind ganz klar der große Underdog in der Liga“, weiß der Coach. Das liege vor allem an der vergangenen Saison. „Die Auswirkungen merke ich bei den Jungs noch immer. Es müssen in ihren Köpfen noch viele Schrauben gedreht werden, damit sie endlich wieder Spaß am Fußball haben“, offenbart der Coach.

Schlag auf Schlag mit Mark-Michael Völker

Wer ist
... der schnellste Spieler im Team? Das bin ich, da haben die anderen keine Chance.
... der Spieler mit dem härtesten Schuss?
Das dürfte Keeper Tobias Miesner sein.
... der Gute-Laune-Beauftragte?
Wir versprühen eigentlich alle gute Laune. Wobei Aziz Arnavutoglu, Jewgenij Teichreb und ich da schon weit vorne sind.
... der Spieler mit dem außergewöhnlichsten Spitznamen?
Woher kommt er? Aziz Arnavutoglu nennen wir Ziege, weil er früher immer ein kleines Kinnbärtchen hatte.
... der Spieler, der vor und nach der Partie am längsten in der Kabine braucht?
Tobi Miesner und ich. Ein kühles Bier schmeckt in der Kabine besonders gut.
... der Kabinen-DJ?
Dafür bin auch ich zuständig. Früher lief viel Malle-Musik, aber das ist für die Jungs nicht mehr cool genug.
... der Spieler, der das skurrilste Idol hat?
Aziz Arnavutoglu ist, seit ich denken kann, ein großer Fan von Thierry Henry.
... der Spieler mit dem ausgefallensten Modegeschmack?
Ausgefallen ist der Stil nicht, aber Edis Din ist schon sehr modebewusst.
... der Spieler, der am meisten Karten sammelt?
Ich bin ja bekanntlich eine kleine Meckerziege ... Vielleicht trifft’s mich.
... der Spieler, der das wichtigste Amt im Team übernimmt?
Ammar Jaafar und Tobi Miesner wurden von Coach Patrik Czichos beauftragt, regelmäßig unser Kabuff aufzuräumen. Das ist sehr wichtig, in meinen Augen (lacht).
... der beständigste am Tresen?
Tobi Miesner und ich. Da können die jüngeren Spieler einfach noch nicht mithalten, da fehlt die Erfahrung.

Czichos hofft aber darauf, dass erfahrene Spieler wie der wieder eingestiegene Mark-Michael Völker die Jungen an die Hand nehmen werden. „Er ist in meinen Augen ein echt feiner Kerl, der viele Stärken auf dem Platz hat und noch unglaubliches Potenzial besitzt“, findet Czichos. Völker hätte in seinen Augen gute Voraussetzungen, ein echter Führungsspieler zu werden. „Wie auch immer: Wir müssen einfach eine Einheit werden“, hofft er. Wie, wann und ob es überhaupt gelingt? Die Hoffnung hat der Ottersberger noch nicht aufgegeben – auch wenn die Testspiele wenig überzeugend verliefen.

„Für uns war es wichtig, dass wir das letzte Spiel gegen Hassendorf mit 3:2 gewonnen haben. Das tut dem Kopf gut“, weiß Czichos. Ähnliches erhofft er sich auch für den Saisonstart. „Wenn wir die Spielzeit gut beginnen, ist vieles möglich. Unser Auftreten braucht einen gewissen Automatismus“, fordert er. Wie genau sich dieser bilden soll, wenn die Mannschaft auf dem Platz nur selten die von der vorherigen Woche sein wird, müssen die Zeit und die ersten Partien erst noch zeigen.

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