Hurricanes-Neuzugang Fee Zimmermann über die Gründe ihres Wechsels und ihre Rolle im Team

„Mit 19 muss ich von zu Hause weg“

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Fee Zimmermann und ihr Coach Christian Greve präsentieren das Trikot des Neuzugangs, auf dem künftig die Nummer 32 prangen wird, in Anlehnung an ihr Vorbild „Magic“ Johnsen.

Scheeßel - Von Lars Kattner. Viel Zeit zur Eingewöhnung blieb Fee Zimmermann nicht. Am Mittwoch kam der Neuzugang der Avides Hurricanes per Zug aus dem Saarland an, einen Tag später begann bereits ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim TV Scheeßel.

Zeit für ein Interview mit dieser Zeitung fand die 19-Jährige trotzdem und sprach dabei über die Gründe für ihren Wechsel vom Bundesliga-Aufsteiger TV Saarlouis Royals zurück in die 2. Bundesliga, ihre persönlichen Erwartungen und mögliches Heimweh.

Warum haben Sie sich für den Wechsel zu den Avides Hurricanes entschieden?

Fee Zimmermann:Ich wollte gerne etwas komplett Neues erleben. Daraufhin hat meine Mitspielerin, die ehemalige Hurricanes-Akteurin Laura Rahn, mit Trainer Christian Greve gesprochen. So ist der Kontakt entstanden.

Wussten Sie bereits im Vorfeld, was Sie bei den Hurricanes erwartet?

Zimmermann:Durch Laura habe ich immer viel mitbekommen. Zum Beispiel den Aufstieg in die erste Liga, aber auch, dass es dann ein paar Probleme gab. Sie hat aber gesagt, dass das Umfeld sehr gut sei.

Ist es nicht ärgerlich, dass Sie nach dem Aufstieg in die Bundesliga mit den TV Saarlouis Royals jetzt wieder eine Klasse tiefer spielen?

Zimmermann:Nein, überhaupt nicht, weil ich mir hier mehr Spielzeit erhoffe. In Saarlouis wäre das in der ersten Liga sehr schwer geworden. Da hätte ich wahrscheinlich nicht so die Rolle gespielt, wie es hier in der nächsten Zeit vielleicht möglich ist.

Was zeichnet Ihr Spiel aus, wie können Sie der Mannschaft helfen?

Zimmermann:Die Defense ist meine Stärke, denn ich bin ein Kämpfertyp. In der Offense kann ich ein bisschen beim Spielaufbau helfen.

Haben Sie sich ein sportliches Ziel gesteckt, zum Beispiel, was die Spielanteile angeht?

Zimmermann:Alles hängt davon ab, wie ich trainiere und zum Team passe. Ich werde mein Bestes geben, um möglichst viel Spielzeit zu bekommen. Aber die möchte ich mir auch verdienen. Wenn es gerechtfertigt ist, dass es anders kommt, akzeptiere ich das. Dann muss ich weiter kämpfen und versuchen zu zeigen, was ich kann.

Wie sieht Ihre Planung aus, wollen Sie länger bei den Hurricanes bleiben?

Zimmermann:Klar, gerade wenn wir den Aufstieg packen sollten, will ich nicht schon wieder den Verein wechseln. Das wäre nicht so schön. Deswegen habe ich mich auch schon über die Universitäten in Bremen und Hamburg informiert, wo ich gerne Wirtschaftsingenieurwesen studieren. Aber so ganz sicher bin ich mir da noch nicht. Deswegen mache ich ja auch zunächst das Freiwillige Soziale Jahr hier in Scheeßel, um mich etwas besser zu orientieren.

Auf welche Aufgaben freuen Sie sich am meisten?

Zimmermann:Auf das Training und das Coaching mit dem U 13-Team. In Saarlouis habe ich gemeinsam mit Laura Rahn eine Mini-Mannschaft betreut. Das war ziemlich spaßig. Und der Abschied von den Kleinen war echt nicht so leicht.

Was machen Sie eigentlich, wenn Sie nicht gerade Basketball spielen?

Zimmermann:Bis zum Frühjahr bin ich ja noch zur Schule gegangen. Da ist wenig Zeit für andere Dinge außer Basketball geblieben.

Bis zuletzt haben Sie noch bei Ihren Eltern gewohnt, in Scheeßel geht es in die Wohngemeinschaft. Sind Sie WG-tauglich?

Zimmermann:Ich denke schon. In Saarlouis haben die Spielerinnen auch zusammengewohnt. Und weil ich von etwas weiter weg gekommen bin, habe ich dort manchmal übernachtet. Streit gab es nie.

Was haben Ihre Eltern gesagt, nachdem Sie sich für einen Wechsel in den Norden entschieden hatten?

Zimmermann:Meine Mutter war ziemlich traurig und hat immer wieder gefragt: Willst du das wirklich machen? Aber ich bin jetzt 19 Jahre alt, da muss ich auch mal von zu Hause weg.

Glauben Sie, dass Sie in den nächsten Monaten Heimweh bekommen?

Zimmermann:Vielleicht ein bisschen, weil wir Saarländer sehr eng mit unserer Heimat verbunden sind. Aber ich glaube, es wird nicht so schlimm.

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