Bothel feiert 1:0 im Derby

Mit Meinke hinten drin steht die Null

Björn Banehr (l.) zieht am Trikot von Christoph Meinke.
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Mit allen Tricks beharkten sich die Routiniers Björn Banehr (l.) von der SG Westerholz/Hetzwege und der als Verteidiger agierende Botheler Christoph Meinke.

Nach fast zwei Jahren bestritt Jan Ostenfeld sein Comeback für Westerholz, die allerdings gegen Bothel ihre erste Niederlage hinnehmen mussten.

Westerholz – Er hatte es vermisst, keine Frage. „Es war schön, wirklich ein schönes Gefühl“, beschrieb Jan Ostenfeld seine Rückkehr auf den Fußballplatz. Vor fast zwei Jahren, im Oktober 2019, hatte er sein letztes Pflichtspiel bestritten – nun ist der langjährige Torjäger nach Meniskusriss mit OP sowie Hausbau wieder da. Eine Viertelstunde vor Ende des Kreisliga-Derbys zwischen seiner SG Westerholz/Hetzwege und dem TuS Bothel wechselte Trainer Ralf Milbrandt ihn ein. Dass die Gäste mit 1:0 (0:0) gewannen – für den 34-Jährigen eher eine Randnotiz. „Mal sehen, ob ich mit den jungen Hüpfern noch mithalten kann“, sagte er vielmehr.

Altmann gelingt das Siegtor per Freistoß

Während Westerholz/Hetzwege die erste Niederlage nach zwei Siegen verkraften kann, wirkte der Dreier für die Botheler wie eine kleine Befreiung nach missglücktem Saisonstart mit bis dato erst einem Zähler aus drei Partien. „Da muss ich zum ersten Mal hinten spielen, damit wir zu null spielen“, stellte Christoph Meinke in seinem ersten Saisonspiel nach seinem Urlaub fest. Es war in der Tat ein gelungener Schachzug von Trainer Dennis Schlifelner, seinen Kreativspieler aus dem Zentrum auf die Position des Innenverteidigers zu ziehen. Meinke gewann dort nahezu alle Zweikämpfe und klärte auch brenzlige Situation clever. „Mir war wichtig, dass wir hinten abschließen. Und Christoph mit seiner Übersicht hilft da natürlich“, meinte Schlifelner.

Allerdings kam es den Bothelern auch durchaus entgegen, dass die Westerholzer nach einwöchiger Spielpause keinen guten Tag erwischt hatten. Nachdem Nils Rathje den Ball noch an den Innenpfosten gesetzt und Marten Berndt seinen Kopfball neben das Tor platziert hatte (5./7.) „haben wir das Spielen eingestellt. Ich habe da keine richtige Erklärung für“, rätselte auch Trainer Ralf Milbrandt. Frühzeitig hatte er zudem Tim Gaumer mit Wadenproblemen runternehmen müssen. Der eingewechselte Guido Bohatsch konnte jedoch – im Gegensatz zu sonst – keine Akzente setzen.

Da ist er wieder: Jan Ostenfeld feierte sein Comeback nach fast zwei Jahren.

„Wir hatten einen ganz anderen Matchplan, wollten viel Druck machen und über die Außen kommen“, erklärte Milbrandt. Doch das gelang in Ansätzen erst in der zweiten Hälfte wieder, nachdem die Gastgeber vor 120 Zuschauern dort schnell in Rückstand geraten waren. Nach einem unnötigen Foul von Christopher Behrens am quirligen Nico Schanowski trat Innenverteidiger Kevin Altmann zum Freistoß an – und setzte ihn platziert ins untere linke Eck (47.). Eine durchaus verdiente Führung, nachdem Bothel schon im ersten Durchgang gute Möglichkeiten besessen hatte. „Da müssen wir schon führen“, meinte Meinke, räumte aber ein: „In der zweiten Halbzeit haben die schon ganz schön gepresst.“ Bis auf einen Schuss des Westerholzers Nils Rathje, der Keeper Sascha Denell prüfte (57.), sprangen jedoch kaum echte Chancen heraus.

Daran sollte auch die Einwechslung von Ostenfeld im zentralen Mittelfeld nichts mehr ändern. Neben dem Routinier brachte Milbrandt kurz darauf mit Jannes Hädecke noch einen weiteren lange Zeit am Knie verletzten Stammspieler. „Ich hatte beiden freigestellt, ob sie spielen – ich kann nicht in ihre Körper hineinhören“, erklärte er die Wechsel und hakte die Niederlage schnell ab: „In der zweiten Halbzeit haben wir es etwas besser gemacht, aber insgesamt hatten wir nie einen richtigen Zugriff. Solche Spiele gibt es eben.“

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