ANPFIFF Kreisliga

SG Unterstedt: Knappik möchte mit Geduld zum Titel

Das Leben ist eine Baustelle – und der Sportplatz in Unterstedt ist es momentan auch: Die Neuzugänge Janno Hornig, Kevin van Detten, Yannik Malende, Bastian Rose, Nicolas Ottens (stehend, von rechts) sowie Bennet Pfeiffer (in der Schubkarre) haben aber ihren Spaß daran. Es fehlen: Jannis Bartsch, Simon Maruhn und Kay Slominski.
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Das Leben ist eine Baustelle – und der Sportplatz in Unterstedt ist es momentan auch: Die Neuzugänge Janno Hornig, Kevin van Detten, Yannik Malende, Bastian Rose, Nicolas Ottens (stehend, von rechts) sowie Bennet Pfeiffer (in der Schubkarre) haben aber ihren Spaß daran. Es fehlen: Jannis Bartsch, Simon Maruhn und Kay Slominski.

Unterstedt – So wirklich ist die SG Unterstedt nicht wiederzuerkennen. Eigentlich hat sich bei dem Fußball-Kreisligisten im Vergleich zur abgebrochenen Saison nur punktuell etwas verändert. Ja, es ist mit Patrick Werna ein weiterer Trainer dazu gekommen und ja, es gibt einige Neuzugänge. Die Mannschaft spielt aber immer noch in derselben Klasse und nur ein Spieler hat dem Verein den Rücken gekehrt. Dennoch haben die Unterstedter nahezu eine 180-Grad-Wendung durchlebt. Während in der abgelaufenen Saison auf der Auswechselbank selten alle Plätze belegt waren, stehen seit Kurzem sogar noch weitere Sitzgelegenheiten seitlich der Spielerkabinen. Die SG Unterstedt hat ihren Kader aufgestockt und sich damit für die Meisterschaftsmission gewappnet.

Kein Wunder also, dass Coach Fabian Knappik das Saisonziel schon um einiges deutlicher formuliert als noch im vergangenen Jahr, als es hieß, irgendwie oben mitzuspielen. „Wir wollen ein großes Wort um den Titel mitreden“, betont der Trainer. Er macht keinen Hehl daraus, dass es für seine Mannen ein langer Weg wird. Immer wieder fällt in diesem Zusammenhang auch das Wort Geduld. „Wir müssen ein ruhiges Händchen beweisen“, sagt Knappik – zum einen mit Blick auf die Konkurrenz in der Liga, zum anderen mit Blick auf die Konkurrenz innerhalb der Mannschaft.

Kay Slominski (l.) soll mit seiner Erfahrung in der Mittelfeldzentrale die Spielqualität weiter erhöhen.

Der Kader ist groß. Spieler, die vielleicht in der vergangenen Saison nicht immer einen Stammplatz sicher hatten, müssen sich nun in die erste Elf (wenn nicht sogar in den Kader) kämpfen. Für viele eine ungewohnte Situation. „Sorgen mache ich mir deshalb aber nicht. Die Jungs sind im Kopf alle fit. Die Konkurrenz macht ja irgendwo auch den Reiz aus“, ist sich Knappik sicher. Eine Stammplatzgarantie will er noch nicht vergeben, deutet aber an, dass „auf Leon Linke und Daniel Moderau in ihrer aktuellen Form nur schwer zu verzichten“ ist.

Stenogramm

SG Unterstedt

Zugänge: Kevin van Detten (VfL Visselhövede), Kay Slominski, Janno Hornig (beide Rotenburger SV II), Yannik Malende (Rotenburger SV), Simon Maruhn, Bennet Pfeiffer (beide U 19 JSG KAWU), Nicolas Ottens (TV Hassendorf).

Abgang: Aleksandr Friauf (TuS Hemsbünde).

Kader: Tor: Phillip Krüger, Tim Genkel - Abwehr: Jannis Bartsch, Kevin van Detten, Christopher Hesse, Simon Willenbrock, Janno Hornig, Theo Kettenburg, Matthias Walker, Florian Lizskowski, Timo Bahrami - Mittelfeld: Simon Maruhn, Hannes Kettenburg, Vincent Wuttke, Daniel Moderau, Niklas Herbig, Kay Slominski, Kristan Baden, Yannik Malende, Nicolas Ottens, Nisar Atris - Angriff: Sebastian Lauridsen, Leon Linke, Bastian Rose, Tobias Delventhal.

Trainer: Fabian Knappik, Uwe Delventhal, Patrick Werna.

Favoriten: TuS Zeven, FSV Hesedorf/Nartum, SG Unterstedt.

Saisonziel: Ein großes Wort um die Meisterschaft mitreden.

Ansonsten bestehe das Team aus sehr verschiedenen Spielertypen, mit denen die SG Unterstedt fortan viel flexibler auftreten kann. „Unser Kader ist jetzt in der Breite qualitativ hervorragend aufgestellt“, sagt der Coach. Alle Neuzugängen würden sehr gut in die Mannschaft passen und das Niveau erhöhen. Egal, ob ein Yannik Malende (Rotenburger SV) mit seiner Oberliga-Erfahrung, ein Kay Slominski (Rotenburger SV II), der lange Bezirksliga gespielt hat oder ein Nicolas Ottens (TV Hassendorf) – alle hätten auf ihre Art und Weise einen positiven Effekt aufs Team. „Die individuelle Qualität stimmt. Jetzt brauchen wir nur Geduld“, sagt Knappik. Im Feintuning gehe es darum, aus starken Einzelspielern eine noch stärkere Mannschaft zu basteln.

Schlag auf Schlag mit Sebastian Lauridsen

Wer ist ...
... der schnellste Spieler im Team?
Das dürfte Daniel Moderau sein.
... der Spieler mit dem härtesten Schuss?
Leon Linke.
... der Gute-Laune-Beauftragte?
Puh ... Da haben wir echt einige. Aber Vincent Wuttke ist es nicht.
... der Spieler mit dem außergewöhnlichsten Spitznamen? Woher kommt er?
Das bin wohl ich. Man nennt mich begründeterweise „Becks Bomber“ – der Name ist Programm.
... der Spieler, der vor und nach der Partie am längsten in der Kabine braucht?
Tobias Delventhal, der ist halt schon ein bisschen älter.
... der Kabinen-DJ?
Matze Walker. Es läuft ein bunter Mix, wobei ich mir mehr Schlager wünschen würde.
... der Spieler, der das skurrilste Idol hat?
Also die Traumfrau von Florian Liszkowsi ist auf jeden Fall Angela Merkel.
... der Spieler mit dem ausgefallensten Modegeschmack?
Oh, schwierig. Aber Vincent Wuttke trägt öfter heimlich Blümchen-T-Shirts.
... der Spieler, der am meisten Karten sammelt?
Das wird Christopher Hesse, der ist ja selbst ernannter Spezialist für Grätschen.
... der Spieler, der das wichtigste Amt im Team übernimmt?
Tobi Delventhal als Pferdesalben-Wart.
... der Beständigste am Tresen?
Tobi Delventhal und Flo Liszkowski machen das regelmäßig unter sich aus.

Das sei zum einen der Anspruch des Teams an sich selbst, zum anderen aber auch die Erwartung der Rivalen. „Ja, mir ist schon klar, dass wir für viele in der Liga die Gejagten sein werden“, offenbart Knappik. Er scheint sich in der Position alles andere als unwohl zu fühlen, betont aber: „Wir dürfen nicht vergessen, dass es im Fußball immer zu Überraschungen führen kann.“

Neu im Team: Patrick Werna (r.) steht mit Fabian Knappik und Uwe Delventhal (nicht auf dem Bild) an der Linie.

Eine entscheidende Personalie dürfte indes kaum für Verwunderung gesorgt haben. So bleibt Florian Liszkowski auch in der neuen Saison der Kapitän der Grün-Weißen. „Er ist enorm wichtig fürs Team – auch abseits des Platzes. Auf ihn ist einfach zu 100 Prozent Verlass. Flo ist Unterstedter durch und durch“, macht Knappik deutlich, dass ihm die Entscheidung nicht schwergefallen ist. Damit bleibt eine weitere Sache beim Alten in einer Mannschaft, die kaum wiederzuerkennen ist.

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