Misere denkt schon ans Rückspiel

Rotenburg unterliegt in Diepholz mit 26:32

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Lukas Misere (am Ball) war mit elf Toren wieder bester Rotenburger Werfer und wird hier vom Barnstorfer Srederis zur Seite geschoben. 

Aus Diepholz berichtet Matthias Freese - Mit der Pünktlichkeit haben sie es nicht so bei der HSG Barnstorf/Diepholz: Ehe die mit viel Liebe zum Detail inszenierte Einlaufzeremonie beendet war und der Anpfiff in der engen und mit 300 Zuschauern gefüllten Mühlenkamphalle mit Verspätung ertönen konnte, waren mehr als fünf Minuten rum. Doch nach dem Beginn kamen die Gastgeber so richtig in Fahrt und kauften dem TuS Rotenburg im Spitzenspiel der Handball-Oberliga in der ersten Halbzeit den Schneid ab. Der Aufsteiger von der Wümme unterlag am Ende mit 26:32 (13:18).

„Wir haben als Mannschaft super gekämpft und auch die Chance gehabt“, wusste Goalgetter Lukas Misere, der mit elf Toren wieder einmal bester Rotenburger Werfer war. An Barnstorfs 24-jährigen Polen Kamil Chylinski kam der drei Jahre jüngere Linksaußen jedoch nicht ganz heran. Der Rückraumlinke mit dem mächtigen Armzug kam auf 15 Tore und überflügelte Misere damit auch im Torjäger-Ranking der Liga.

Doch das war an diesem Abend nicht der entscheidende Unterschied des Spiels. Den machten vielmehr die Keeper aus. Während im Rotenburger Kasten Yannick Kelm und der junge Marten Kante nicht ihre Bestform zeigten, steigerte sich auf Barnstorfer Seite der nach zehn Minuten eingewechselte Frederik Hohnstedt mit jeder Aktion und zog den Rotenburgern damit den Zahn. „Er hat einiges mehr rausgeholt“, wusste auch Rotenburgs Coach Nils Muche.

Ein einziges Mal waren die Gäste in Führung gegangen – durch Christian Hausdorf mit 6:5 (10.). Bis zum 9:9 von Lukas Misere verlief die Partie ausgeglichen, dann unterliefen dem Aufsteiger leichte Fehler im Angriffsspiel, was der ungeschlagene Tabellenzweite zu einem kleinen Zwischenspurt nutzte – 12:9 (21.). Nils Muche reagierte, brachte Max Nowosadtko und Johann Knodel – doch die Barnstorfer waren nun besser im Spiel. Chylinski glänzte sogar mit einem Treffer per Kempa-Trick zum 15:11 (26.).

„Die waren eiskalt“

Auch nach dem Wechsel fehlte es im Rotenburger Angriffsspiel am Spielfluss – und vor allem am Torerfolg. Besonders ärgerlich: Die Wümme-Sieben hätte durchaus herankommen können. Erstmals, als Kelm im Kasten zwei Mal in Folge parierte, aber Luka Bruns zwei Mal vorne vergab (36.). Dann auch trotz eines zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstands, als die Gäste zur offensiven Abwehr übergingen und Barnstorf/Diepholz spürbar Probleme hatte, überhaupt zum Abschluss zu kommen. Das Manko: Immer wieder warf Rotenburg anschließend vorbei oder scheiterte an Keeper Hohnstedt. „Wir haben vorne zu viel verworfen und haben hinten die Abpraller nicht gekriegt“, resümierte Coach Muche, der im ersten Durchgang noch „diverse Schlafmützigkeiten“ bemerkt hatte. Groß lamentieren wollte aber auch Lukas Misere nicht: „Insgesamt waren die Barnstorfer besser. Sie waren auch bei der Chancenverwertung eiskalt“, stellte er fest, um noch anzufügen: „Es gibt ja noch ein Rückspiel.“

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