Hassendorf bezwingt „Vissel“ mit 4:1 / Eigentor von Lohmann, Schwarz sieht Rot

Mirko Peter setzt die Akzente beim Sturm auf die Spitze

Jan-Claas Rosebrock (am Ball, belauert von Visselhövedes Oliver Norden) übernahm mit dem TV Hassendorf die Spitze. - Fotos: Freese

Hassendorf - Von Matthias Freese. Mirko Peter brachte es auf den Punkt: „Die nächsten Familienfeiern machen jetzt Spaß“, feixte der Mittelfeldspieler des TV Hassendorf. Schließlich hatte er zuvor das Duell gegen seinen Zwillingsbruder Patrick sowie seinen Cousin Michael Lohmann und deren VfL Visselhövede gewonnen, außerdem gleich drei Tore vorbereitet. Mehr noch: In der Tabelle zogen die Hassendorfer durch den 4:1 (1:1)-Heimerfolg an den Heidestädtern vorbei und übernahmen mit drei Punkten Vorsprung (und einem Spiel mehr) die Spitze der 1. Fußball-Kreisklasse Süd.

Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Alexander Schmidt (RW Scheeßel) waren sich beide Seiten einig. „Nach den Toren in der zweiten Halbzeit war das Ergebnis auf jeden Fall verdient. Bei uns war am Ende die Luft raus“, gestand Patrick Peter. Wenn etwas offensiv ging, dann zumeist über ihn – doch der effektivere Akteur auf dem Platz war letztlich sein Zwillingsbruder. Bereits in der siebten Minute reagierte Mirko Peter nach einem Ballgewinn im Mittelfeld am schnellsten und schickte Christian Hennings – 1:0. „Die erste Viertelstunde war richtig gut von uns“, fand Hassendorfs Trainer Wilfried Vajen. Dann kam der Kreisliga-Absteiger besser rein. Eine Ecke von Patrick Peter nutzte Jan-Hendrik Warncke folglich zum Ausgleich (22.).

Auffällig in dieser Partie vor rund 170 Zuschauern war jedoch, dass beide Teams auf dem seifigen Geläuf echte Standprobleme hatten. Torschütze Warncke wechselte unmittelbar nach seinem Treffer als Erster das Schuhwerk. Aber auch sonst bemerkte Visselhövedes Coach Peter Norden: „Hassendorf war bissiger. Wir hatten zu viele Alibiaktionen.“

Große Aufregung dann in der 50. Minute, als Warncke im Strafraum Marc Fahrenholz von den Beinen holte – der Elfmeterpfiff aber ausblieb. Und nur zwei Minuten später jubelten die Visselhöveder bereits, als Hassendorfs Keeper Torben Rippe einen Schuss von Patrick Peter durch die Beine rutschen ließ. „Da ist mir kurz das Herz stehengeblieben, aber der Ball war noch ein Stück vor der Linie“, beteuerte der Schlussmann. Auch hier ließ Referee Schmidt weiterspielen.

Keine gute Figur gab sein Pendant Mika Hoffmann beim Freistoß von Mirko Peter ab – noch fataler war es jedoch, dass Michael Lohmann das Leder in dieser Szene unbedrängt ins eigene Netz jagte (55.). Als Hennings schließlich aus Abseitsposition auf 3:1 erhöhte (62.), war das die Vorentscheidung – aber noch längst nicht das Ende. Erst sah Marten Schwarz nach einer Notbremse gegen Mirko Peter Rot – vielleicht zu hart, weil Lohmann sich noch auf gleicher Höhe befand –, anschließend pfefferte Innenverteidiger Samet-Can Ögütucen den Freistoß sehenswert in den Winkel (86.).

„In der zweiten Halbzeit haben wir clever gespielt“, fand Vajen, während Kollege Norden schon weiterdachte: „Wir ziehen das am Dienstag in einer Woche wieder gerade – dann sind wir wieder Erster“, blickte er auf das Nachholspiel beim VfL Sittensen.

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