Nationalspielerin unterm Brett / Hurricanes statt Wasserburg

Minna Sten steigt in Finnen-Filiale ein

Tomas Holesovsky bekommt seine Wunschkandidatin unter dem Korb: Die finnische Nationalspielerin Minna Sten hat zugesagt. - Foto: OMA Design

Scheeßel - Von Matthias Freese. Nein, Tomas Holesovsky hat nicht vor, die finnische Sprache zu lernen. „Die ist sehr schwierig, da lasse ich lieber die Finger von“, sagt der Coach der Avides Hurricanes. Auf die Basketballerinnen aus dem Norden Europas hält er allerdings große Stücke: Nach Evita Iiskola verpflichtete der Basketball-Bundesligist jetzt die zweite Nationalspielerin von dort für die nächste Saison – Centerin Minna Sten macht die Hurricanes zur kleinen Finnen-Filiale.

„Ich habe sehr gute Dinge über den Coach und den Verein gehört – das waren definitiv die Gründe, weshalb ich Rotenburg gewählt habe. Es scheint für mich wie ein guter Overall, der passt“, erklärte die 28-Jährige, die vom finnischen Spitzenclub Forssan Alku kommt.

Tomas Holesovsky stieß dabei ein wenig zufällig auf Sten, wenngleich er den 1,90 Meter großen Routinier schon vor einigen Jahren auf dem Zettel hatte. „Ich wollte sie schon zu meiner Zeit in Nördlingen haben, das hat damals nicht geklappt. Jetzt, als ich mit der Agentin über Evita Iiskola gesprochen habe, habe ich gemerkt, dass sie auch Minna Sten betreut. Und da habe ich gefragt, ob ich beide haben kann“, erzählt er. „Ich habe mit dem Coach gesprochen und wir sind in vielen Dinge einer Meinung deshalb war es einfach, Ja zu sagen“, berichtet Sten wiederum.

Abgesehen von ihrer zweijährigen College-Zeit in den Staaten (Brooklyn Blackbirds) hatte sie noch kein Engagement außerhalb ihres Heimatlandes. „Aber ich habe in Finnland in der höchsten Liga gespielt, seit ich 15 bin. Deshalb war es nun auch Zeit für etwas Neues.“

Dass der Weg Richtung Deutschland gehen würde, war aufgrund ihrer Geschwister quasi vorgezeichnet. „Ich bin die Jüngste, ich musste natürlich in die Fußstapfen der anderen treten und sehen, wie es so in Deutschland ist.“ Ihr Bruder Juha war einst Profi in Weißenfels beim Mitteldeutschen BC, ihre Schwester Tiina ist gerade erst mit dem TSV Wasserburg Deutscher Meister geworden. Apropos Wasserburg: Der „Marktführer“ in Deutschland hatte Minna Sten ebenfalls ein Angebot unterbreitet, weiß Holesovsky: „Deshalb bin ich froh, dass wir am Ende erfolgreich waren.“

Während sich die 69-fache A-Nationalspielerin freut, mit Evita Iiskola eine Landsfrau wiederzutreffen, traut Holesovsky ihr eine tragende Rolle zu. „Sie kann mit dem Rücken zum Korb spielen, sie kann Dreier werfen, gut Pick'n'Roll spielen und sie ist klug und erfahren genug, Spielsituationen einzuschätzen.“ Vor allem aber ist Sten eine vorzügliche Defensespielerin. „Sie war in den letzten fünf Jahren vier Mal beste Verteidigerin in Finnland“, verweist der Coach auf die Statistiken und Auszeichnungen seiner nun schon zweiten EU-Spielerin.

Minna Sten erwartet indes eine Mannschaft, „in der alle von uns Teamplayer sind. Wir werden vielleicht nicht das talentierteste Team in der Liga sein, aber ich glaube, dass einiges an Talent durch eine kämpferische Einstellung kompensiert werden kann.“

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